Presseberichte 

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Frauenpower

Kirchenbote März 2020

Frauen sind in unserer Kirchgemeinde oft als freiwillig Engagierte anzutreffen. Sie kochen und backen, sind da und setzen ihre Zeit für andere ein. Dieses Engagement ist uns unendlich kostbar. Gleichzeitig ist es nicht die einzige Form, wie Frauen sich am kirchlichen Leben beteiligen können. Gerade für Frauen möchten wir Räume gestalten, wo sie einfach sein, ins Gespräch kommen, wo sie auch einmal Zeit für sich beanspruchen dürfen. Im Moment sind das bei uns in OTE besonders die folgenden Angebote:

Frauengruppe
Schon seit einigen Jahren treff en sich  bis  Frauen einmal im Monat, für eineinhalb Stunden am Dienstagabend, im Cheminéeraum im Güggel Therwil.
Gruppe im Januar vorläufig übernommen. Gesprochen wird über das, was interessiert. Das können biblische Themen sein – im nächsten halben Jahr ist ein Abend über die Offenbarung und die biblische Weisheit geplant oder ganz andere. Mutter und Kind etwa – im Anschluss an die Weihnachtsausstellung im Museum der Kulturen. Oder die Frage, wie wir mit Katastrophen umgehen, eigenen und fremden, die via TV und Zeitung in unseren Häusern landen. Je nach Thema gibt es einen Input zu Beginn oder eine vorhergehende Lektüre. Das Ziel ist nicht eine (!) Antwort zu finden, sondern der lebendige Austausch mit anderen Frauen, auf deren Ideen ich selbst nie gekommen wäre ...

Von Frau zu Frau
Häufig wurde in unserer Kirchgemeinde der Wunsch nach einem Angebot für die Zielgruppe «Frauen in der Lebensmitte» laut. Zu dritt, alle drei bereits über dieser Mitte, beschlossen wir, es einfach mal zu versuchen. Ausgegangen sind wir dabei von eigenen Bedürfnissen und Wünschen. Worüber möchten wir mit anderen Frauen ins Gespräch kommen? Was interessiert uns, was brauchen wir? So sind viele biografische Themen und Herausforderungen aufgetaucht. Durch den Austausch in der Gruppe zu diesen Themen erhoffen wir uns, den eigenen Horizont zu weiten, uns gegenseitig zu inspirieren und zu stärken. Dabei können und sollen unser Glaube und die damit zusammenhängenden Fragen durchaus Raum haben. Wichtig ist uns, dass sich jede Frau mitverantwortlich für unsere Gruppe fühlt. Alle können und sollen sich einbringen mit ihren Fähigkeiten und Wünschen. So haben wir im Mai  eingeladen zu einem Informationsabend, um interessierten Frauen von unserer Idee zu erzählen. Seither sind wir nun zu neunt unterwegs auf dem Weg «Von Frau zu Frau».

Bei beiden Veranstaltungen darf gern reingeschnuppert werden! 
Genauere Infos finden Sie auf www.ref-kirche-ote.ch.
DOROTHEE DIETERICH, DENISE FANKHAUSER, LEA MEIER

Kirchenbote Februar 2020

Die Magie des Vorlesens

«Ich komme nächstes Jahr ans Mitternachtsbuffet» sagt Andrin und lässt sich wieder in seinen Daunenschlafsack fallen. Die Müdigkeit und die Wärme des Nachtlagers haben gesiegt. Schon höre ich das tiefe Atmen des Kindes. Einen Socken halte ich noch in der Hand, den zweiten haben wir ihm gemeinsam angezogen. Beim «Mitternachtsbuffet» – gibt es ein «Bettmümpfeli» mitten in der Nacht. 

Es ist wieder Vorlesenachts-Zeit. Draussen ist es dunkel, die Räume der Kirchen in Oberwil, Therwil und Ettingen werden in den Wintermonaten für einmal auch über Nacht benutzt. Man hört Kindergeschrei, es wird «Zytig-Lääse» gespielt, bis alle Eltern ihre Kinder und das zugehörige Gepäck – Matten und Schlafsäcke, Bettmümpfeli, Kuscheltiere und Kissen – abgegeben haben.  
Um die 25 Kinder sitzen im Kreis und hören gespannt, welche Bücher die Helfenden vorstellen. Diese jungen Menschen, die teils selber schon dabei waren und nun aus dem Primarschulalter herausgewachsen oder im Konfunterricht sind und sich in der Kirchgemeinde engagieren, kommen bei den Kindern sehr gut an. Ohne so wunderbare Hilfe könnte ich diese Anlässe nicht durchführen. Ich bin froh, dass ich als Sozialdiakon nicht mehr so als «Kletterbaum» fungiere.  
Nachdem die Bücher ausgewählt sind, werden Räume bezogen und die Kinder richten ihre Nachtlager. Das Licht geht aus, alle liegen auf ihren Matten. Nur noch eine Stirnlampe brennt. Das Buch wird erleuchtet und geöffnet. Ein magischer Moment. Da und dort noch ein Rascheln, ein Kichern oder schon erste tiefe Atemzüge. Das Vorlesen kann beginnt. Die Helfenden, welche nicht vorlesen, liegen auch auf ihren Lagern und hören genauso gespannt zu.  
Es ist ein schönes Bild, wenn die Kinder im Raum schlafen. Viel Urvertrauen steckt für mich dahinter. «Sich aufgehoben fühlen» – trotz einem fremden neuen Ort. Ich bin auch den Eltern dankbar, die unserer Kirchgemeinde Vertrauen schenken. Zuhören können ist nicht für alle Kinder eine Selbstverständlichkeit. Nicht allen Kindern wird zu Hause vorgelesen.
Eines meiner Lieblingsbücher ist «Momo» von Michael Ende. Das Mädchen hört so gut zu, dass Menschen gescheite Gedanken kommen oder dass sie froh werden. Eine gekürzte Ausgabe des Jugendbuches lese ich Schülerinnen und Schülern der Sek Therwil vor. «Richtet euch ein um die Geschichte zu hören» und es entsteht eine wunderbare Stille im Raum. Die Magie des Vorlesens kann beginnen. Es ist ein Geschenk so tolle Zuhörer zu haben. 
Andrin löste sein Versprechen ein und nahm ein Jahr später ein. Stolz setzte er sich als einer der Ersten ans «Mitternachstbuffet». 

ADRIAN MOOR, SOZIALDIAKON KG Oberwil - Therwil - Ettingen

Kirchenbote Februar 2020

Gemeindereise nach Erfurt und in die Lutherstadt Wittenberg


Das Œ500-jährige Reformationsjubiläum, welches über mehrere Jahre begangen wird, ist Anlass, eine Reise zu Orten der Reformation anzubieten. Auf der Fahrt nach Erfurt wird es einen Halt in Marburg geben, wo die Reformatoren Zwingli und Luther aufeinandertrafen. In Erfurt ist eine erste Station mit drei Übernachtungen. Dort war Luther als Augustinermönch im Kloster und studierte an der Universi-tät. Eisenach als der Ort, wo Luther die Bibel übersetzte, wird besucht. Für weitere vier Tage ist die Gruppe in Lu-therstadt Wittenberg. Von dort gibt es Unternehmungen nach Leipzig und Potsdam. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung für die Reise finden Sie auf unter www.ref-birfelden.ch oder auf Flyern, welche im Kirchgemeindehaus und der Kirche aufliegen.

BURKHARD WITTIG, SOZIALDIAKON KG Birsfelden

Kirchenbote Februar 2020

Sternsingen - Rückblick

Königinnen und Könige in prächtigen Kleidern liefen am . und . Januar durch die Strassen von Pratteln und Augst. Statt von Sicherheitspersonal wurden sie von Erwachsenen mit Gi-tarre und einem Sternträger begleitet. Nach einer alten Tradition zogen die Jugendlichen von Haus zu Haus, san-gen Dreikönigslieder und spendeten Segen. So stiegen sie zum Teil auf Leitern, um über der Haustür ˆ*C+ M+B*ˆ mit Kreide anzubringen. Christus, Man sionem, Benedicat. Christus segne dieses Haus. Auch wenn ein guter Wunsch, wie dieser Segen, gratis zu haben ist, füllte sich die mitgetragene Kasse gut. Die Sternsinger sammeln jedes Jahr für ein anderes Projekt. So waren sie dieses Jahr für den Libanon unterwegs, in dem ein Drittel der Bevölkerung, Flüchtlinge aus Syrien sind. Um den damit verbun-denen Schwierigkeiten entgegenzuwirken, wird in Schulen Friedensarbeit geleistet, welche durch die Sternsinger finanziert wird. Kinder ab der vierten Klasse der reformierten und katholischen Kirche haben im Religionsun-terricht über das Projekt der Sternsin-ger erfahren. Darau³in konnten sich etliche begeistern, selber etwas zur Verbesserung der Situation im Libanon beizutragen. Auch konnten sie vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Wenn auch Sie im kommenden Jahr von den Sternsingern besucht werden möchten, können Sie sich in der katholischen Pfarrei bei Assunta D’Angelo melden. 

ROSWITHA HOLLER-SEEBASS, SOZIALDIAKONIN KG Pratteln - Augst

Kirchenbote Januar 2020

MÄNNERKOCHKURS OTE

Ein Projekt für mehr Männergesundheit

 

Männergesundheit wurde im Jahr 2019 in den Medien mit dem Schlagwort «toxische Männlichkeit» viel diskutiert. Sogenannt typisch «männliches» Verhalten erweist sich in Beruf und Alltag oft eher vergiftend als wohltuend für Leib und Seele. Es ist be-kannt, dass die statistische Lebenserwar-tung bei Männern deutlich niedriger aus-fällt als bei Frauen. Als ein Grund dafür gilt der männliche Lebenswandel. Männer lie-ben die starken Seiten des Lebens. Gefühle zuzulassen und zu zeigen und sich um die eigene Gesundheit zu kümmern, sind für sie oftmals Herausforderungen. Weltweite Studien von «mencare» haben diese Aus-sagen bestätigt, und mittlerweile gibt es viele Projekte zu Männergesundheit. Dies spiegelt sich z.B. in verschiedenen Kampa-gnen von männer.ch und dem Netzwerk «kirchliche Männerarbeit ref. BL».Aber mal ganz ehrlich, was hat dieses Männergesundheitsthema mit der refor-mierten Kirche zu tun? Ich denke, sehr viel. Der vielzitierte jesuanische Satz «liebe dei-nen Nächsten wie dich selbst» ist die Grundlage dafür. Wenn ein Mann sich selbst mit all seinen Stärken und Schwä-chen wirklich akzeptiert und «liebt», dann muss er sich auch um seine Gesundheit kümmern. Im Bereich der Erwachsenenbildung kümmert sich die Kirchgemeinde in Projekten um die Männergesundheit im weitesten Sinn.
In Männerabenden, beim Fototreff, bei den Männer-Kind-Waldtagen, beim Bibelzmorge und beim Männerkochkurs treffen sich Männer, um gemeinsam etwas zu erleben, zu kreieren oder zu gestalten. Diese Angebote können ein neues Be-wusstsein für die eigene Männlichkeit, den Körper, die Seele und schliesslich für die Gesundheit sein. 

Ein Projekt möchte ich in diesem Artikel bewusst hervorheben. Der Männerkochkurs OTE hat als ein Ziel gesunde und ausgewogene Ernährung. Eine nahrhafte, vielseitige und abwechslungsreiche Er-nährung ist bekanntermassen die Basis gesunden Lebens. Somit ist Kochen mehr als nur Nahrungszubereitung. Wenn ich kochen kann, dann weiss ich, welche Zutaten in meinem Essen sind und kann mich be-wusster ernähren. In einer Ehe oder Partnerschaft ist es von grossem Wert, wenn Mann und Frau Essen zubereiten können. Aus all diesen Gründen findet im März der nächste Männerkochkurs OTE statt. Mein Fazit ist: Geht es Seele, Körper und Geist gut, geht es dem Menschen als Mann oder Frau auch gut. Persönlich bin ich überzeugt, dass Männer in Sachen Gesundheitspflege Nachholbedarf haben. Deshalb fasse ich jetzt meinen eigenen Vorsatz: im Jahr 2020 verstärkt auf meine Gesundheit in Sachen Ernährung zu achten. 

MICHAEL HOFMANN, SOZIALDIAKON 

Kirchenbote Januar 2020

Älplermakkaroni-Essen 

In Zusammenarbeit mit unserer Kirchgemeinde bekocht das Jungschar-Team gerne Gross und Klein mit Älplermakkaroni. Zusätzlich gibts auch Kaffee und Kuchen. Der Erlös geht an die Jung-schar und an das Projekt Coreoperation (www.coreoperation.org), welches sich für die Wieder-aufforstung des Waldes der Ureinwohner in Bra-silien einsetzt. Erwachsene 10 Franken, Kinder 5 Franken. Wir danken für Ihre weitere Spende.

Samstag, 25. Januar, ab 11.30 Uhr im KGH Güggel Therwil

ADRIAN MOOR, SOZIALDIAKON

refbl aktuell 2020/3

Der Dachverband SozialdiakonIn: Was steckt dahinter?

Warum braucht es den Dachverband?

In der Deutschschweiz engagieren sich über 650 Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone in der reformierten Kirche und Gesellschaft. Diese Berufsgruppe organisiert sich oft in kantonalen Zusammenschlüssen, die auch Diakonatskapitel oder wie bei uns im Kanton Baselland Diakoniekonvent genannt werden. Der Dachverband SozialdiakonIn, in dessen Vorstand sich seit Januar 2019 auch Raphael Bachmann, Sozialdiakon in der Kirchgemeinde Arisdorf-Giebenach-Hersberg, engagiert, vertritt die Interessen der kantonalen Zusammenschlüsse der Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone. Sozialdiakonie ist eine christlich-motivierte Zuwendung zum Menschen. Aufgrund der christlichen Botschaft und ihren Werten, begegnet in der Sozialdiakonie die Kirche den Lebens- und Glaubensfragen der Menschen. Ziel ist es, sich für die Lebensqualität von Menschen und Gruppen einzusetzen und diese zu verbessern. Die Sozialdiako-ninnen und Sozialdiakone nehmen sich in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld und in den unterschiedlichsten Anstellungsbereichen und Aufgabenzuteilungen professionell der Menschen an.

Die Herausforderung bleibt, dass die Sozialdiakonie sich den aktuellen und sozialen Brennpunkten stellt und immer wieder Antworten findet auf entstehende Fragen. Der Dachverband vernetzt sich mit den einzelnen kantonalen Diakonatskapiteln und engagiert sich für die Zusammenarbeit mit der Diakonie Schweiz. Wichtig ist zudem, dass der Beruf der Sozialdiakonie sich wei-terentwickelt. Dafür vertritt der Verband die Sozialdiakonie in nationalen Gremien der Berufsbildung (Bsp. Savoirsocial). Eine im Juni 2019 durchgeführte Umfrage bei den kantonalen Zusammenschlüssen hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Sozialdiakonie in den Kirchgemeinden gestärkt wird. Die zum Teil drastische Ressourcenumverteilung in den Kirchgemeinden kann dieses Anliegen stärken oder auch enorm schwächen. Interessant ist auch, welche Anliegen und Prioritäten andere Kantone aktuell bearbei-ten und in welchen Prozessen sie unterwegs sind.

Heute wird im Baselbiet intensiv über die kirchliche Verfassung gesprochen und ausgearbeitet, welches Verständnis wir von Sozialdiakonie haben. Themen, die andere Kantone bereits angegangen sind. Mit dem Blick über den kantonalen Tellerrand erfah-ren wir, welche Ansätze bereits in anderen Kantonen erprobt sind.Ein grosser Wunsch ist es, dass der Beruf Sozialdiakon und Sozialdiakonin aufgewer-tet wird und der aktuelle Nachwuchsmangel verkleinert werden kann. In den nächsten zehn Jahren bräuchte es jedes Jahr 15 al-tersbedingte Neubesetzungen. Der Dach-verband SozialdiakonIn setzt sich für diese Anliegen ein. Neben Raphael Bachmann gehören auch Sigwin Sprenger (AG) und Marlise Schildknecht (SG) zum Vorstand im Dachverband SozialdiakonIn. Für den Vor-stand ist klar, dass es sich lohnt, den Dach-verband als Drehscheibe für die Sozialdiako-nie und ihrer Berufsgruppe zu unterstützen.

Mehr erfahren: www.dachverband-sozialdiakonin.ch

Raphael Bachmann, Sozialdiakon

Kirchenbote Oktober 2019

Ein unbezahlbarer Schatz 

FREIWILLIGENARBEIT

Knapp Š 300 freiwillig Mitarbeitende engagieren sich in unserer Kirchgemeinde. Dabei leisten sie einen vielfältigen Beitrag: Sie übernehmen Aufgaben in der Kinder- und Jugendarbeit und im Familien- und Seniorenbereich, sie arbeiten in der Ökumene, engagieren sich in Kirchenbehörden, gestalten Gottesdienste mit und sind in vielen Gruppen aktiv. Anerkennung und Würdigung ihrer geleisteten Arbeit erfahren die Freiwilligen durch Weiterbildung, Versicherung und Spesenregelung. Ebenso ist es möglich, sich die Freiwilligenarbeit offiziell anerkennen zu lassen: Im «Dossier frei-willig engagiert» wird auf Wunsch die geleistete Arbeit bestätigt (www.dossier-freiwillig-enga-giert.ch). Ausgewiesen wird der Einsatz mit Auskunft über Art, Zeitumfang und Dauer der Tätigkeit. Beim Einstieg oder Wiedereinstieg ins Berufsleben kann dies hilfreich sein, ähnlich wie beim früheren Sozialzeitausweis, welcher vor einigen Jahren vom Dossier abgelöst wurde. 

Würdigung erfahren Freiwillige auch von den Menschen, denen die Freiwilligenarbeit zugutekommt: positive Rückmeldungen nach einem gelungenen gekochten Mittagessen von den Gästen, Freude über einen Geburtstagsbesuch bei Seniorinnen und Senioren, das Lächeln von Kindern, Dankbarkeit von Jugendlichen für ein wertschätzendes Gegenüber, Zufriedenheit und «Beseeltsein» von Gottesdienstbesucherinnen und-besuchern. Koordiniert werden die Gruppen von der Arbeitsgruppe Freiwilligenarbeit (AGFA). Sie unterstützt die Gruppenverantwortlichen, organisiert den Weihnachtsgruss und den jährlich stattfindenden Dankesanlass, sie organisiert Weiterbildungen und führt die Chronik der Freiwilligenarbeit. Sie ist in Zusammenarbeit mit dem Sekretariat auch zuständig für das Dossier «Freiwillig engagiert». Unsere Kirchenpflegerin Erika Glur hat die Leitung der AGFA inne, welche sich aus drei Freiwilligen aus jedem Dorf und der Sozialdiakonin Denise Fankhauser und dem Sozialdiakon Michael Hofmann zusammensetzt.

Freiwilligenarbeit ist ein unbezahlbarer Schatz an sichtbaren und unsichtbaren Tätigkeiten für die Kirchgemeinde und die Gesellschaft. Auf diesem Weg allen Freiwilligen ein herzliches Vergelt‘s Gott für das tatkräftige, einfühlsame, motivierte und kontinuierliche Engagement. Danke, dass Sie als Freiwillige Ihre Zeit schenken! Wer sich mit seiner Zeit und seinen Gaben einbringen möchte, melde sich bei einer der Pfarrpersonen, den Sozialdiakonen/Sozialdia-koninnen oder einfach auf dem Sekretariat. Wir freuen uns, weiterhin altbekannte und auch neue Gesichter in der Freiwilligenarbeit OTE begrüssen und begleiten zu dürfen.

FÜR DIE ARBEITSGRUPPE FREIWILLIGENARBEIT (AGFA): MICHAEL HOFMANN, SOZIALDIAKON
Ref. Kirchgemeinde Oberwil - Therwil - Ettingen (OTE)

Kirchenbote Oktober 2019

Rückblick Fest Kirchhof

Bunte Fähnchen schmücken den Hof rund um die ref. Kirche. Die Sonne brennt auf Zelte und Sonnenschirme. Kinderstimmen schallen in den alten Mauern. “‡ Freiwillige lösen sich an den verschiedenen Posten ab und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. 

So geschehen am „3. KirchhoŸest am 31„. August. Es duftet nach Crêpe, Popcorn und frischem KaŸee. Die Slackline wackelt bedrohlich, das Gumpischloss erzittert, die Enten im Teich flüchten vor den Angelhaken und rund um die Kirche werden Posten der Schnitzeljagd gesucht. Vor dem Büchsenschiessen bildet sich eine Warteschlange, beim Schminken halten schon die Kleinsten geduldig still und beim Mohrenkopfschiessen fliegen einem die vor Wärme fast flüssigen Mohrenköpfe um die Ohren. In der Rägebogefiir verwandeln sich die Kinder in Schafe und dürfen erleben, wie der gute Hirte sein verlorenes Schaf nach langer Suche findet und glücklich zur Herde zurückträgt. Beim Kreistanz wird fleissig gehüpft und geklatscht, während beim Familiensingen viele Stimmen die Kirche zum Klingen bringen. 

So geht nach vier Stunden ein rundum gelungener Nachmittag zu Ende. Manches verzierte Gutzi kommt nur angeknabbert nach Hause, während die talentierten Siegerinnen des Wimpelwettbewerbs stolz ihre Pokale heimtragen. Dank vieler helfender Hände erinnern bald nur noch Fotos und strahlende Gesichter an das diesjährige KirchhoŸffest. 

ROSWITHA HOLLER-SEEBASS, SOZIALDIAKONIN Ref. Kirchgemeinde Pratteln - Augst

Kirchenbote Oktober 2019

Nachhaltigskeitsmarkt

50 kg Lebensmittel gerettet 175 Bäume gestiftet

Ein neuer Markt in Birsfelden will auf Nachhaltigkeit und lokale Produkte aufmerksam machen. Da ist unsere Kirchgemeinde mit ihrem Projekt «nachhaltige Ernährung» in guter Gesellschaft und richtete am ersten Nachhaltigkeitsmarkt im September ein Gemeindeessen aus. Das Entscheidende war die Zubereitung aus geretteten Lebensmitteln, welche bei einem Grossverteiler aussortiert waren und von BackwarenOutlet in Ba-sel geliefert wurden. Was da war, wurde verarbeitet. Es ist gelun-gen, aus Lebensmitteln, die zur Vernichtung bestimmt waren, drei verschiedene Suppen für eine sättigende Mahlzeit von über 100 Personen zu kochen. Was nicht verbraucht wurde, ist am Abend an Bedürftige verschenkt worden. Es gehört zum Konzept des Gemeindeessens, dass die Kirch-gemeinde die Lebensmittel finanziert, Freiwillige das Essen be-reiten und Spenden für soziale Projekte gesammelt werden. De-sert Tree, ein Basler Verein erhielt den Erlös in Höhe von  Fran-ken. Das Hauptanliegen des Ver-eins sind der Erhalt bzw. die Auf-forstung von Wäldern in Gegenden, die von Bodenerosion und Desertifikation betroffen sind. Konkret werden in Algerien Bäume gepfl anzt, um der stetigen Ausbreitung der Wüste entgegen-zuwirken. Desert Tree rechnet mit einem Aufwand š5 Fr. je Baum in Algerien. Mit 165š Bäumen wirkt das Gemeindeessen noch lange nach, sogar global und als Zeichen gegen die Bedrohung von Wäldern. Es war ein Kraftakt, das Gemeindeessen ausserhalb des Kirchgemeindehauses durchzuführen. Gemeinschaft ist ein Kraftwerk – dieses Motto haben die Helfenden gelebt. Vielen Dank an alle, die zum Gelingen beigetra-gen haben und mit ihrer Spende geholfen haben. 
BURKHARD WITTIG, SOZIALDIAKON Ref. Kirchgemeinde Birsfelden

Kirchenbote Oktober 2019

Freiwilligenarbeit vorgestellt

Interview mit Hans-Peter Moser

In der letzten Ausgabe des Kirchenboten haben wir begonnen, Freiwillige und da-mit Arbeitsfelder für freiwilliges Engagement vorzustellen. Hans-Peter Moser, welcher zuletzt beim Nachhaltigkeits-markt (siehe auch Artikel dazu) mitwirkte, ist an vielen Stellen in unserer Kirchgemeinde aktiv:


Hans-Peter, in welchen Bereichen engagierst Du Dich in unserer Kirchgemeinde?

Hans-Peter Moser: Kollektenkassier und Mitglied der Vergabekommission sind meine regelmässigen Tätigkeiten für die Kirchgemeinde. Die Mithilfe bei Gemeindeessen und bei Gemeindesonntagen ist eher spontan. Die Freude am Kochen oder die Themenbearbeitung ist der Ansporn. 


Das sind teilweise Bereiche, die in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden. Was macht man als Kollektenkassier? Was ist eine Vergabekommission?

Als Kollektenkassier bin ich verantwortlich für die Weiterleitung der Spenden von Gottesdiensten an die zu berücksichtigenden Institutionen. Ich führe Buch über diese Zahlungen zuhanden der Hauptrechnung. Die Vergabekommission, bestehend aus drei Mitgliedern, stellt den Jahreskollektenplan nach Ge-suchen sozialer Institutionen (z.B. Heks, «Brot für alle») und den Vorgaben der Kantonalkirche zusammen. Zudem werden von der Kommission aus dem ordentlichen Budget aufgrund von Gesuchen oder erkannten Bedürfnissen Vergabungen vorgeschlagen. Vergabungen und Kollektenplan werden durch die Kirchenpflege genehmigt. 


Du hast ein grosses Postfach im Sekretariat, welches manchmal fast überquillt. Welche Post an die Kirchgemeinde wird von Dir bearbeitet?

Die Kirchgemeinde ist eine begehrte Adresse für Bitten um Unterstützung aller Art. Diese Post wird von mir einer Vorsondierung unterzogen und je nach Bedürfnis, Inhalt oder Not in der Vergabekommission besprochen. 


Zuletzt warst Du beim Gemeindeessen am Nachhaltigkeitsmarkt beteiligt. Was ist Dir an dieser Arbeit wichtig gewesen? 

Das Thema dieses Marktes wird immer aktueller. Ernährung, Klima, Wirtschaft und Gesellschaft sind auch für mich wichtige Arbeitsfelder, wo ich gerne einen kleinen Beitrag leisten will. Nicht nur in unserer Kirchgemeinde, sondern auch in der politischen Gemeinde bist Du sehr engagiert. Was ist Deine Motivation? Auch in der politischen Gemeinde sind mir die gleichen Themen Anregung zum aktiv sein. Die Lebensqualität und das gemeinschaftliche Wohl sind mir wichtige Anliegen. 


Du bist in Birsfelden konfirmiert worden und sicher schon sehr lang aktiv. Ist überhaupt ein Zeitpunkt zu benennen, seitdem Du in unserer Kirchgemeinde wirkst?

Nach meinem letzten Stellenwechsel zur Gemeindeverwaltung im Jahre 1986 konnte ich aktiv am Gemeindeleben teilnehmen. Das Amt des Kollektenkassiers war für mich der Einstieg in der Kirchgemeinde. 


Hast Du Wünsche an die Kirchgemeinde für die Rahmenbedingungen Deines Engagements? 

Die Kirchgemeinde soll weiterhin die Möglichkeit bieten, aktuelle gesell-schafts- und umweltpolitische Themen zu bearbeiten und Hilfe auf jegliche Art bieten. Nutzen wir den Vorteil, keinen Wahlkampf alle vier Jahre führen zu müssen und uns seit beinahe zweitausend Jahre an die gültigen Zehn Gebote halten zu können. Diese Orientierung ist sehr nachhaltig. Es ist ein schöner Gedanke, dass mit den Geboten die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement gesetzt sind. 33 Jahre hilfst Du, diesen Rahmen zu füllen. Wenn ich eingangs feststellte, dass das Amt des Kassiers nicht so in der Öffentlichkeit steht, so doch die Wirkung Deiner Tätigkeit. Du gibst unserer Kirchgemeinde ein sich aktuellen Fragen und Nöten stellendes Gesicht. Vielen Dank dafür. 


INTERVIEW: BURKHARD WITTIG, SOZIALDIAKON Ref. Kirchgemeinde Birsfelden

Kirchenbote August 2019

Jetzt geht's los!


Am 12. August fängt für viele Kinder ein neuer Abschnitt an: Sie kommen in die
Schule. Ein grosser Meilenstein in ihrem Leben! Dieser Schritt ist mit viel Freude aber auch Unsicherheit und Spannung verbunden: Werde ich neue Gspänli finden, wird die Lehrerin nett sein, wie verhalte ich mich auf dem grossen Pausenplatz und einiges mehr. Gerne möchten wir den Kindern für ihren neuen Lebensabschnitt einen Segen mitgeben und ihnen von Herzen alles Gute wünschen! Es tut gut zu wissen, dass man auf diesem Weg nicht allein ist, sondern dass jemand mit einem geht und über einem wacht!

Aber nicht nur für die Kinder ist ein Neuanfang: Auch auf die Mamis und Papis kommt etwas Neues zu. Sie müssen einmal mehr ihre Kinder loslassen im Wissen, dass der eigene Einflussbereich abnehmen wird und dass weitere Personen das Leben des Kindes prägen werden. Gerne segnen wir auch Sie als Eltern und geben Ihnen Gottes Segen mit auf den Weg!

Selbst Maria, die Mutter von Jesus, musste immer wieder lernen loszulassen. Wir werden uns die Geschichte vom 12-jährigen Jesus im Tempel näher anschauen und uns fragen, as wir aus dieser Geschichte für unser eigenes Leben lernen können.

Annina Rast, unsere neue Pfarrerin, wird an diesem Sonntag auch einen Neuanfang erleben: Sie wird ihren ersten Gottesdienst bei uns gestalten. Wir freuen uns darauf und wünschen auch ihr alles Gute uns Gottes Segen!

Kurzum: Herzlich willkommen am 11. August 2019 um 10.15 Uhr im Reformierten Kirchgemeindehaus zu unserem ökumenischen Schulanfangsgottesdienst mit Kinderkirche und mit anschliessendem Spaghettiplausch!

Wir freuen uns auf alle grossen und kleinen Gäste!

Fürs Team Annina Liechty, Sozialdiakonin KG Münchenstein

Kirchenbote Mai 2019

Nach Ostern aufgetischt

Was ist uns geblieben von Ostern? Erinnern wir uns an das rosa Sofa in einem Schaufenster in der Begegnungszone, natürlich mit den passenden Porzellan-Osterhasen dazu? Oder liegen noch Schokoladeneier rum, die plötzlich niemand mehr essen will? Ostern ist ja vorbei. Vielleicht sind uns aber die Bilder geblieben von den Osterszenen, die in zwei Schaufenstern in Sissach zu bestaunen waren. 

Aber nach Ostern gings ja auch in der biblischen Geschichte erst richtig los. Und wer sagt denn überhaupt, Ostern sei nach Ostern vorbei? Auch nach Ostern werden Eier gelegt und die Auferstehung ist auch nach Ostern sichtbar und zwar in jedem Ei, aus dem ein Küken schlüpft. 

Die ganzen Erwartungen, welche die Menschen beim Einzug von Jesus in Jerusalem hatten, die tiefe Trauer, als er gekreuzigt wurde und die Erkenntnis, dass Jesus doch lebt, das bewegt immer wieder aufs Neue. Was das mit uns zu tun hat?

Wir können die Hoœffnung, die am Ostersonntag aufgekeimt ist, ins Leben hineinnehmen. Den Menschen, die mit uns unterwegs sind, Mut machen, ihren Weg zu gehen. Wir können sie ermutigen, sich auf den Gott einzulassen, der die Tür geöœffnet hat, um uns seine Liebe zu schenken. Gott behält uns in seinen Händen und er trägt uns. Vielleicht nehmen wir aber auch das mit, wie reich beschenkt wir sind, auch materiell − und können etwas von dem weitergeben, was wir haben?

Oder wir nehmen die Sorge um die Welt ernst und verändern etwas in unserem Umgang mit Res-sourcen. Ich hoffe, dass wir alle auf die eine oder andere Weise etwas vom Fest mitnehmen – Schokoladeneier sind lange haltbar.

Esther Meier - Jugendarbeiterin 
Ref. Kirchgemeinde SISSACH — BÖCKTEN — DIEPFLINGEN — ITINGEN — THÜRNEN

Kirchenbote Mai 2019

Grundkenntnisse zu Sterben, Tod und Trauer

Umsorgen von schwer erkrankten und sterbenden Menschen am Lebensende, Vermittlung von Grundkenntnissen zu Sterben, Tod und Trauer. Ein Kurs für alle.Erste Hilfe nach Unfällen zu leisten, wird in unserer Gesellschaft als eine selbstverständliche Aufgabe angesehen. Doch wie helfen wir Menschen, deren Le-bensende gekommen ist?Letzte-Hilfe-Kurse sollen das grund-legende Wissen über das Sterben wieder im Bewusstsein verankern. Was ist wich-tig und zu beachten, wenn ein Mensch stirbt? Familiär, freundschaftlich, nach-barschaftlich? Welche professionellen Hilfen gibt es und welche zwischen-menschliche Kraft der Sterbe- und Trau-erbegleitung steckt in allen von uns?Es ist eine Herausforderung, einen uns nahestehenden Menschen zu begleiten, wenn sein Lebensende gekommen ist. Welche Gesten und Worte sind nun ange-messen? Welche Hilfe brauchen Ster-bende von uns? Sterbebegleitung ist nicht nur Sache von Experten und Expertinnen. Familie und Nachbarschaft spielen dabei eine entscheidende Rolle.Nachdem das Sterben und der Tod Jahrzehnte lang verdrängt wurden, ent-deckt man heute wieder, dass das Lebens-ende untrennbar zum Dasein gehört. Des-halb ist es wichtig, auch diesen letzten Abschnitt bewusst und in Beziehung mit vertrauten Menschen zu gestalten. Als Unterstützung dazu bietet unsere Kirchgemeinde am . Mai in der Arche in Ober-wil und am ˆ. Mai im Güggel Therwil von  bis ¢. Uhr je einen Kurs an zur Er-mutigung der Teilnehmenden, sich Ster-benden zuzuwenden. Zuwendung ist das, was wir alle am Ende unseres Lebens am meisten brauchen. Als Grundlage dafür vermittelt der Kurs Basiskenntnisse, ein-fache Gesten und Handgriœ e, die bei der Begleitung von Sterbenden hilfreich sind. Er bietet zudem Orientierung in letzten Fragen, die sich nicht selten im Anblick des Todes stellen. Der Kurs beinhaltet vier Themenschwerpunkte:. Sterben ist ein Teil des Lebens¡. Vorsorgen und entscheiden. Körperliche, psychische, soziale und existenzielle Nöte lindernš. Abschied nehmenDie Letzte-Hilfe-Kurse wurden in Ös-terreich und Deutschland entwickelt und erfolgreich erprobt. Der Kurs wird in Zu-sammenarbeit mit der Evangelisch-refor-mierten Kirche Zürich durchgeführt, die Kursorganisation liegt bei palliative bs+bl.Kosten: ¡ Franken pro Person inklu-sive Kursunterlagen und Verpfl egung. An-meldung bis zum . Mai mit Angabe des Wunschdatums, . oder ˆ. Mai, beim Se-kretariat der Reformierten Kirchge-meinde OTE in Oberwil, › š  ¢›, info@ref-kirche-ote.ch oder per Anmel-detalon des Flyers. 

DENISE FANKHAUSER, PFARRER CHRISTOPH HERRMANN, PFARRERIN NICOLE HÄFEL
Reformierte Kirchgemeinde Oberwil - Therwil Ettingen

Medienmitteilung Ref BL 

«Dienen und sehen»

Am Sonntag, 7. April 2019, wurden 
Katja Maier und Esther Meier als Sozialdiakoninnen beauftragt. 

Beauftragungsgottesdienst für zwei Sozialdiakoninnen

Der öffentliche Beauftragungsgottesdienst fand in der Stadtkirche Liestal
statt und drehte sich rund um die Worte «dienen» und «sehen»: Den selbstbewussten
Dienst an den Mitmenschen im Namen von Gott und das Sehen von uns selbst sowie das
Sehen der Welt um uns herum.

Die Beauftragung ermächtigt Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone aufgrund ihrer Ausbildung
und ihrer beruflichen Erfahrung zur Ausübung des sozialdiakonischen Amtes. «Mit der
Beauftragung wird man, wörtlich übersetzt, zur sozialen Dienerin», sagte Kirchenratspräsident
Pfarrer Martin Stingelin zu Beginn seiner Predigt. «Obwohl wir in einer
Dienstleistungsgesellschaft leben, ist das Wort «dienen» im heutigen Sprachgebrauch eher
negativ behaftet.» Schnell denke man an Schwäche und an Verlierer, stelle statt dienen lieber
das Wort «Service» in den Mittelpunkt, da es wertfreier erscheine. Dabei sei das Wort
«dienen» zutiefst biblisch. So steht im Markus-Evangelium (Markus 10,43) die Aussage von
Jesus: «Wer bei euch gross sein will, soll euer Diener sein.» Es gehe nicht nur darum, dass der
«Service» stimme. «Mit dem selbstbewussten Einstehen für mehr Gerechtigkeit und Solidarität,
für Frieden und die Bewahrung der Schöpfung legen Sie, liebe Sozialdiakoninnen, Zeugnis ab
und werden zu Nachfolgerinnen von Jesus Christus. Sie dienen den Mitmenschen im Namen
von Gott.» Damit dies gelinge, müsse man aber auch sehen. Auf Gott sehen und hören und
dabei erkennen, dass auch er uns sieht und uns leitet in unserem Tun. «Mit der Suche nach
Gott, sehen wir uns selbst und die Welt um uns herum. Wir sehen, was möglich ist, und
erkennen, was unsere Mitmenschen brauchen. Möge also das Sehen Sie in Ihrem Dienst an
den Mitmenschen immer begleiten».

Die offizielle Beauftragung der neuen Sozialdiakoninnen Katja Maier und Esther Meier
nahmen Martin Stingelin und Cornelia Hof, Vizepräsidentin des Kirchenrats, gemeinsam vor.
Die beiden Sozialdiakoninnen verbindet nicht nur der gleichklingende Name, sondern auch
der Arbeitsbereich und die Begeisterung für ihre Arbeit.

Katja Maier ist als Sozialdiakonin mit Arbeitsschwerpunkt kirchliche und offene Kinder- und
Jugendarbeit und Konfirmandenunterricht in der Kirchgemeinde Frenkendorf-Füllinsdorf tätig.
Ihr ist es wichtig, dass sich junge Menschen für den Glauben begeistern und ihre eigenen
Gaben entdecken können.

Esther Meier arbeitet als Sozialdiakonin, Jugendarbeiterin und Religionslehrerin in der
Kirchgemeinde Sissach-Böckten-Diepflingen-Itingen-Thürnen. Sie möchte jungen Menschen
Raum bieten, damit sie ihre Fähigkeiten einbringen können, die Liebe von Gott spüren und
begeistert werden in der Gemeinschaft.


Auskunft:
Stephanie Krieger, Informationsbeauftragte ERK BL
stephanie.krieger@refbl.ch, Tel. 061 926 81 87 / 079 204 73 82

Kirchenbote April 2019

Zum Abschied 

Vom August 2000 bis im Juni 2005 erteilte Guido Baur in der Oberstufe der 7„. und 8. Klassen Religions-unterricht. In der 7„. Klasse lag der Schwerpunkt auf den Weltreligionen, wo er u. a. mit seinen Schülerin-nen und Schülern Exkursionen in eine Moschee, ei-nen hinduistischen Tempel und eine jüdische Syna-goge unternommen hat. In der 8. Klasse führte er ein Wahlfachprogramm durch mit einer breiten Palette an Themen wie z. B. Jesus, Martin Luther, Kinderarbeit in der 3. Welt, Indianer, Exkursion zum Konzentrationslager Struthof, Weekend: Gesunder Körper − gesunder Geist, Fussball-Gott, Behindert?, Rassismus und Rechtsextremismus. Jeweils am Ende einer Unterrichtseinheit füllten seine Schüler und Schülerinnen ein Feedbackformular aus, in welchem sie den Unterricht beurteilen konnten. Eindrücklich erteilten die Schülerinnen und Schüler dem Religionsunterricht bei Guido Baur meistens die Gesamtnote 5 bis 6.
Vom August 2000 bis heute gestaltete er mit den Schülerinnen und Schülern des 8. Schuljahres Jugendgottesdienste, welche nicht nur von Jugendlichen, sondern auch von Erwachsenen gut besucht werden. Dank seiner Weiterbildung im Bibliodrama gelang es ihm sehr gut, seine Schüler und Schülerinnen zu authentischen und lebensnahen Theaterszenen aus ihrem Alltag im Zusammenhang mit biblischen Themen zu motivieren. Zu den interessanten Texten der Jugendlichen kamen seine virtuosen Klavierzwischenspiele dazu und bereicherten die Jugendgottesdienste auch musikalisch.

Vom August 2003 bis heute arbeitete Guido Baur einen Tag im Jugendhaus Phönix in Aesch. Dabei fand er zu den Jugendlichen mit Migrationshintergrund als auch zu den schweizerischen Jugendlichen einen guten Draht und war ihnen ein Gesprächspartner, der gut zuhören und sie da oder dort beraten und ermutigen konnte. Nebst seiner wöchentlichen Präsenz im Jugendhaus leitete er ein Team, welches partizipative Projekte im und um das Jugendhaus durchführte wie zum Beispiel grosse Open-Air-Konzerte, Hip-Hop-Events mit Diskussionsforen oder einen Pokerabend zum Thema «Jugendverschuldung». 

Seine Arbeit in all diesen unterschiedlichen Aufgaben war stets begleitet von seinem Humor, seiner Kreativität und seinem christlichen Glauben.

Wir wünschen Dir, lieber Guido, in Deiner neuen Aufgabe als Leiter der Fachstelle für Jugendarbeit un-serer Kantonalkirche weiterhin viel Elan und Lebens-freude und danken Dir für Deine grosse wertvolle Ar-beit in unserer Kirchgemeinde.

ADRIAN DIETHELM
Ref. Kirchgemeinde Aesch-Pfeffingen

Kirchenbote April 2019

Vielen Dank − Ohne euch ginge es nicht!

Bald ist es wieder so weit − unser Oster-Tageslager öffnet seine Tore! Gemeinsam tauchen wir dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Bibellesebund in ­80 000 Klötze der «HolzBauWelt» ein und bauen meterhohe Türme, Tore und Stadtmauern. In den Baupausen werden interessante Geschichten mit Bauerlebnissen der Bibel erzählt. 

Das Tageslager hat sich zu einer beliebten und gut besuchten Tradition entwickelt. Dieses Jahr war das Lager innerhalb von  Tagen ausgebucht. Zum Gelingen tragen verschiedene Faktoren bei: Die praktische Infrastruktur, die vielen guten Ideen, die Finanzen der Kirche, das abwech