Presseberichte 

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Kirchenbote Mai 2019

Nach Ostern aufgetischt

Was ist uns geblieben von Ostern? Erinnern wir uns an das rosa Sofa in einem Schaufenster in der Begegnungszone, natürlich mit den passenden Porzellan-Osterhasen dazu? Oder liegen noch Schokoladeneier rum, die plötzlich niemand mehr essen will? Ostern ist ja vorbei. Vielleicht sind uns aber die Bilder geblieben von den Osterszenen, die in zwei Schaufenstern in Sissach zu bestaunen waren. 

Aber nach Ostern gings ja auch in der biblischen Geschichte erst richtig los. Und wer sagt denn überhaupt, Ostern sei nach Ostern vorbei? Auch nach Ostern werden Eier gelegt und die Auferstehung ist auch nach Ostern sichtbar und zwar in jedem Ei, aus dem ein Küken schlüpft. 

Die ganzen Erwartungen, welche die Menschen beim Einzug von Jesus in Jerusalem hatten, die tiefe Trauer, als er gekreuzigt wurde und die Erkenntnis, dass Jesus doch lebt, das bewegt immer wieder aufs Neue. Was das mit uns zu tun hat?

Wir können die Hoœffnung, die am Ostersonntag aufgekeimt ist, ins Leben hineinnehmen. Den Menschen, die mit uns unterwegs sind, Mut machen, ihren Weg zu gehen. Wir können sie ermutigen, sich auf den Gott einzulassen, der die Tür geöœffnet hat, um uns seine Liebe zu schenken. Gott behält uns in seinen Händen und er trägt uns. Vielleicht nehmen wir aber auch das mit, wie reich beschenkt wir sind, auch materiell − und können etwas von dem weitergeben, was wir haben?

Oder wir nehmen die Sorge um die Welt ernst und verändern etwas in unserem Umgang mit Res-sourcen. Ich hoffe, dass wir alle auf die eine oder andere Weise etwas vom Fest mitnehmen – Schokoladeneier sind lange haltbar.

Esther Meier - Jugendarbeiterin 
Ref. Kirchgemeinde SISSACH — BÖCKTEN — DIEPFLINGEN — ITINGEN — THÜRNEN

Kirchenbote Mai 2019

Grundkenntnisse zu Sterben, Tod und Trauer

Umsorgen von schwer erkrankten und sterbenden Menschen am Lebensende, Vermittlung von Grundkenntnissen zu Sterben, Tod und Trauer. Ein Kurs für alle.Erste Hilfe nach Unfällen zu leisten, wird in unserer Gesellschaft als eine selbstverständliche Aufgabe angesehen. Doch wie helfen wir Menschen, deren Le-bensende gekommen ist?Letzte-Hilfe-Kurse sollen das grund-legende Wissen über das Sterben wieder im Bewusstsein verankern. Was ist wich-tig und zu beachten, wenn ein Mensch stirbt? Familiär, freundschaftlich, nach-barschaftlich? Welche professionellen Hilfen gibt es und welche zwischen-menschliche Kraft der Sterbe- und Trau-erbegleitung steckt in allen von uns?Es ist eine Herausforderung, einen uns nahestehenden Menschen zu begleiten, wenn sein Lebensende gekommen ist. Welche Gesten und Worte sind nun ange-messen? Welche Hilfe brauchen Ster-bende von uns? Sterbebegleitung ist nicht nur Sache von Experten und Expertinnen. Familie und Nachbarschaft spielen dabei eine entscheidende Rolle.Nachdem das Sterben und der Tod Jahrzehnte lang verdrängt wurden, ent-deckt man heute wieder, dass das Lebens-ende untrennbar zum Dasein gehört. Des-halb ist es wichtig, auch diesen letzten Abschnitt bewusst und in Beziehung mit vertrauten Menschen zu gestalten. Als Unterstützung dazu bietet unsere Kirchgemeinde am . Mai in der Arche in Ober-wil und am ˆ. Mai im Güggel Therwil von  bis ¢. Uhr je einen Kurs an zur Er-mutigung der Teilnehmenden, sich Ster-benden zuzuwenden. Zuwendung ist das, was wir alle am Ende unseres Lebens am meisten brauchen. Als Grundlage dafür vermittelt der Kurs Basiskenntnisse, ein-fache Gesten und Handgriœ e, die bei der Begleitung von Sterbenden hilfreich sind. Er bietet zudem Orientierung in letzten Fragen, die sich nicht selten im Anblick des Todes stellen. Der Kurs beinhaltet vier Themenschwerpunkte:. Sterben ist ein Teil des Lebens¡. Vorsorgen und entscheiden. Körperliche, psychische, soziale und existenzielle Nöte lindernš. Abschied nehmenDie Letzte-Hilfe-Kurse wurden in Ös-terreich und Deutschland entwickelt und erfolgreich erprobt. Der Kurs wird in Zu-sammenarbeit mit der Evangelisch-refor-mierten Kirche Zürich durchgeführt, die Kursorganisation liegt bei palliative bs+bl.Kosten: ¡ Franken pro Person inklu-sive Kursunterlagen und Verpfl egung. An-meldung bis zum . Mai mit Angabe des Wunschdatums, . oder ˆ. Mai, beim Se-kretariat der Reformierten Kirchge-meinde OTE in Oberwil, › š  ¢›, info@ref-kirche-ote.ch oder per Anmel-detalon des Flyers. 

DENISE FANKHAUSER, PFARRER CHRISTOPH HERRMANN, PFARRERIN NICOLE HÄFEL
Reformierte Kirchgemeinde Oberwil - Therwil Ettingen

Medienmitteilung Ref BL 

«Dienen und sehen»

Am Sonntag, 7. April 2019, wurden 
Katja Maier und Esther Meier als Sozialdiakoninnen beauftragt. 

Beauftragungsgottesdienst für zwei Sozialdiakoninnen

Der öffentliche Beauftragungsgottesdienst fand in der Stadtkirche Liestal
statt und drehte sich rund um die Worte «dienen» und «sehen»: Den selbstbewussten
Dienst an den Mitmenschen im Namen von Gott und das Sehen von uns selbst sowie das
Sehen der Welt um uns herum.

Die Beauftragung ermächtigt Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone aufgrund ihrer Ausbildung
und ihrer beruflichen Erfahrung zur Ausübung des sozialdiakonischen Amtes. «Mit der
Beauftragung wird man, wörtlich übersetzt, zur sozialen Dienerin», sagte Kirchenratspräsident
Pfarrer Martin Stingelin zu Beginn seiner Predigt. «Obwohl wir in einer
Dienstleistungsgesellschaft leben, ist das Wort «dienen» im heutigen Sprachgebrauch eher
negativ behaftet.» Schnell denke man an Schwäche und an Verlierer, stelle statt dienen lieber
das Wort «Service» in den Mittelpunkt, da es wertfreier erscheine. Dabei sei das Wort
«dienen» zutiefst biblisch. So steht im Markus-Evangelium (Markus 10,43) die Aussage von
Jesus: «Wer bei euch gross sein will, soll euer Diener sein.» Es gehe nicht nur darum, dass der
«Service» stimme. «Mit dem selbstbewussten Einstehen für mehr Gerechtigkeit und Solidarität,
für Frieden und die Bewahrung der Schöpfung legen Sie, liebe Sozialdiakoninnen, Zeugnis ab
und werden zu Nachfolgerinnen von Jesus Christus. Sie dienen den Mitmenschen im Namen
von Gott.» Damit dies gelinge, müsse man aber auch sehen. Auf Gott sehen und hören und
dabei erkennen, dass auch er uns sieht und uns leitet in unserem Tun. «Mit der Suche nach
Gott, sehen wir uns selbst und die Welt um uns herum. Wir sehen, was möglich ist, und
erkennen, was unsere Mitmenschen brauchen. Möge also das Sehen Sie in Ihrem Dienst an
den Mitmenschen immer begleiten».

Die offizielle Beauftragung der neuen Sozialdiakoninnen Katja Maier und Esther Meier
nahmen Martin Stingelin und Cornelia Hof, Vizepräsidentin des Kirchenrats, gemeinsam vor.
Die beiden Sozialdiakoninnen verbindet nicht nur der gleichklingende Name, sondern auch
der Arbeitsbereich und die Begeisterung für ihre Arbeit.

Katja Maier ist als Sozialdiakonin mit Arbeitsschwerpunkt kirchliche und offene Kinder- und
Jugendarbeit und Konfirmandenunterricht in der Kirchgemeinde Frenkendorf-Füllinsdorf tätig.
Ihr ist es wichtig, dass sich junge Menschen für den Glauben begeistern und ihre eigenen
Gaben entdecken können.

Esther Meier arbeitet als Sozialdiakonin, Jugendarbeiterin und Religionslehrerin in der
Kirchgemeinde Sissach-Böckten-Diepflingen-Itingen-Thürnen. Sie möchte jungen Menschen
Raum bieten, damit sie ihre Fähigkeiten einbringen können, die Liebe von Gott spüren und
begeistert werden in der Gemeinschaft.


Auskunft:
Stephanie Krieger, Informationsbeauftragte ERK BL
stephanie.krieger@refbl.ch, Tel. 061 926 81 87 / 079 204 73 82

Kirchenbote April 2019

Zum Abschied 

Vom August 2000 bis im Juni 2005 erteilte Guido Baur in der Oberstufe der 7„. und 8. Klassen Religions-unterricht. In der 7„. Klasse lag der Schwerpunkt auf den Weltreligionen, wo er u. a. mit seinen Schülerin-nen und Schülern Exkursionen in eine Moschee, ei-nen hinduistischen Tempel und eine jüdische Syna-goge unternommen hat. In der 8. Klasse führte er ein Wahlfachprogramm durch mit einer breiten Palette an Themen wie z. B. Jesus, Martin Luther, Kinderarbeit in der 3. Welt, Indianer, Exkursion zum Konzentrationslager Struthof, Weekend: Gesunder Körper − gesunder Geist, Fussball-Gott, Behindert?, Rassismus und Rechtsextremismus. Jeweils am Ende einer Unterrichtseinheit füllten seine Schüler und Schülerinnen ein Feedbackformular aus, in welchem sie den Unterricht beurteilen konnten. Eindrücklich erteilten die Schülerinnen und Schüler dem Religionsunterricht bei Guido Baur meistens die Gesamtnote 5 bis 6.
Vom August 2000 bis heute gestaltete er mit den Schülerinnen und Schülern des 8. Schuljahres Jugendgottesdienste, welche nicht nur von Jugendlichen, sondern auch von Erwachsenen gut besucht werden. Dank seiner Weiterbildung im Bibliodrama gelang es ihm sehr gut, seine Schüler und Schülerinnen zu authentischen und lebensnahen Theaterszenen aus ihrem Alltag im Zusammenhang mit biblischen Themen zu motivieren. Zu den interessanten Texten der Jugendlichen kamen seine virtuosen Klavierzwischenspiele dazu und bereicherten die Jugendgottesdienste auch musikalisch.

Vom August 2003 bis heute arbeitete Guido Baur einen Tag im Jugendhaus Phönix in Aesch. Dabei fand er zu den Jugendlichen mit Migrationshintergrund als auch zu den schweizerischen Jugendlichen einen guten Draht und war ihnen ein Gesprächspartner, der gut zuhören und sie da oder dort beraten und ermutigen konnte. Nebst seiner wöchentlichen Präsenz im Jugendhaus leitete er ein Team, welches partizipative Projekte im und um das Jugendhaus durchführte wie zum Beispiel grosse Open-Air-Konzerte, Hip-Hop-Events mit Diskussionsforen oder einen Pokerabend zum Thema «Jugendverschuldung». 

Seine Arbeit in all diesen unterschiedlichen Aufgaben war stets begleitet von seinem Humor, seiner Kreativität und seinem christlichen Glauben.

Wir wünschen Dir, lieber Guido, in Deiner neuen Aufgabe als Leiter der Fachstelle für Jugendarbeit un-serer Kantonalkirche weiterhin viel Elan und Lebens-freude und danken Dir für Deine grosse wertvolle Ar-beit in unserer Kirchgemeinde.

ADRIAN DIETHELM
Ref. Kirchgemeinde Aesch-Pfeffingen

Kirchenbote April 2019

Vielen Dank − Ohne euch ginge es nicht!

Bald ist es wieder so weit − unser Oster-Tageslager öffnet seine Tore! Gemeinsam tauchen wir dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Bibellesebund in ­80 000 Klötze der «HolzBauWelt» ein und bauen meterhohe Türme, Tore und Stadtmauern. In den Baupausen werden interessante Geschichten mit Bauerlebnissen der Bibel erzählt. 

Das Tageslager hat sich zu einer beliebten und gut besuchten Tradition entwickelt. Dieses Jahr war das Lager innerhalb von  Tagen ausgebucht. Zum Gelingen tragen verschiedene Faktoren bei: Die praktische Infrastruktur, die vielen guten Ideen, die Finanzen der Kirche, das abwechslungsreiche Programm, der Zeitpunkt etc. Der grösste Erfolgsfaktor sind jedoch unsere Freiwilligen! Ohne sie könnte das Lager gar nicht stattfinden. 

Zum einen helfen unsere treuen Tee-nies, die seit Kindesbeinen dabei sind. Sie bringen viel Pep und Witz rein und sind für die Kinder sehr wichtige Bezugs-personen, da sie viel näher als wir Er-wachsenen an ihrem Lebensalltag dran sind. Zum anderen helfen uns die Mamis und Papis, die sich extra freinehmen von der Arbeit, um uns in dieser Woche zu unterstützen. Speziell auch in der Küche sind wir unglaublich dankbar für diese Hilfe.Kurzum: Wir möchten bei dieser Ge-legenheit allen grossen und kleinen Hel-fern für ihren wertvollen Einsatz danken! Dank euch können  Kinder eine unver-gessliche Woche erleben und wir mit ei-nem super Team zusammenarbeiten! Merci bien! Für das Team: 

ANNINA LIECHTY, SOZIALDIAKONIN, UND ALEX SCHAUB, SOZIALDIAKON
Ref. Kirchgemeinde Münchenstein

Kirchenbote April 

REIF FÜR DIE SENIORENFERIEN?

 Junge Alte, einfach Alte oder alte Alte?


Jährlich im Spätsommer organisiert die Reformierte Kirchgemeinde OTE eine Ferienwoche für Senioren. Immer wieder stellt sich in unserem Organisationsteam, wie auch bei potenziellen Teilnehmenden, die Frage: Für wen sind diese Ferientage eigentlich gedacht? Ab wann ist man denn Seniorin oder Senior – oder noch pointierter: Ab wann ist man alt? Beim Durchforsten der Datei Seniorenferien auf meinem Computer, bin ich auf die Ausschreibung aus dem Jahr šœ2007 gestossen. Damals, also vor š12 Jahren, organisierte und begleitete ich zum ersten Mal diese Ferien. Bei einem Blick auf die damalige Anmeldeliste bin ich auf Namen gestossen, welche ich auch auf der Liste der letztjährigen Reise nach Interlaken wiederentdecken kann. Ist das nicht wunderbar? Gleichzeitig stehen Namen auf der Liste, die ich noch nicht kenne – neue Gesichter. Und beim Schielen auf deren Geburtsdaten realisiere ich, einige sind jünger, andere aber auch älter als die langjährigen Teilnehmen-den. Ja, so unspezifisch ist diese Lebensphase eben. Bei der Weltgesundheitsorganisation landet in der Rubrik der Alten, wer das 65–›. Lebensjahr vollendet hat. Allerdings macht die WHO Unterschiede: –65›- bis 75œ›-Jährige sind «junge Alte»; mit 75œ› bis 80 Jahren ist man schlicht «alt». Von 80 bis 90‰ gehört man zu den «alten Alten», und wer da drüber ist, zählt zu den «ältesten Alten». Wollen wir nun Ferien anbieten für junge Alte, einfach Alte oder alte Alte? Und können die ältesten Alten noch mitfahren? Diese Fragen zu beantworten scheint doch eher absurd – vor allem, weil wir ja alle wissen, dass Altersangaben nichts darüber aussagen, wie sich Menschen fühlen, wie mobil sie sind, was sie sich wünschen und wie sie ihre Ferien verbringen möchten. So geben wir jedes Jahr von Neuem unser Bestes, um mit allen eine schöne Zeit zu verbringen, die sich von unserem Angebot angesprochen fühlen und sich anmelden. Dazu gehören diejenigen, die fit und gut zu Fuss sind genauso wie jene, die ohne diese Gemeinschaft kaum mehr in die Ferien reisen könnten. Selbstverständlich versuchen wir bei der Wahl des Ferienortes, des Hotels und der Organisation der Ausflüge darauf zu achten, dass es möglichst für alle attraktiv ist und orientieren uns dabei an den Schwächeren. Zum guten Gelingen trägt neben einem wohlwollenden Gemeinschaftssinn der Teilnehmenden auch die motivierte Begleitgruppe bei. Die diesjährige Crew bestehend aus Irène Gärtner, René Schweizer, Pfarrer Christoph Herrmann und mir. Wir freuen uns auf die Seniorenferien vom 2š. bis 7œ. September in Urnäsch.
DENISE FANKHAUSER, SOZIALDIAKONIN 
Ref. Kirchgemeinde Oberwil-Therwil-Ettingen

Kirchenbote Dezember 2018

Fiire mit dä Chline

Immer wenn mich leuchtende Kinderaugen fragen: «Wenn fohts Bimbam aa?», ist es wieder Zeit, die
Kirchenglocken für unsere Jüngsten zu läuten! Einmal im Monat feiern wir mit unseren Kleinsten von
0 bis 4 Jahren in der Kirche Gottesdienst! Es ist eine halbe Stunde voller Bewegung, Lachen,
Interaktion, Weinen, Krabbeln und vielem mehr. Eine sehr lebendige Sache! Die Kleinen lieben es, bei
der Geschichte mitzugestalten, indem sie Dinge verzieren, Bilder gestalten, etwas suchen, etc.
Johanna, unsere Kirchenmaus, ist auch jedes Mal mit von der Partie. Sehr oft verschläft sie und muss
mit kräftigem Klopfen in ihrem Versteck geweckt werden. Da helfen alle tatkräftig mit��
Im Anschluss gibt es jeweils von unserer Hausbäckerin Monique etwas Feines zum Znüni. Da gibt es
Schafe, Könige, Hirten, Herzen, etc zu geniessen. So wie es gerade zu der Geschichte passt!
Neugierig geworden? Dann sind Sie ganz herzlich zu den folgenden Daten im 2019 im
Kirchgemeindehaus an der Lärchenstrasse 3 in Münchenstein eingeladen: Freitag, der 18.1., 15.2.,
29.3., 10.5., 7.6. jeweils um 9.30!
Annina Liechty, Sozialdiakonin

Refbl aktuell 2018-04

Vernehmlassung Kirchenverfassung läuft 

Entwurf Totalrevision Kirchenverfassung – jetzt sind die Meinungen der Anspruchsgruppen gefragt 


Die dreimonatige Vernehmlassung zur Totalrevision der Kirchenverfassung konnte plangemäss am 5. November 2018 gestartet werden und dauert noch bis am 4. Februar 2019.
In zwei Informationsveranstaltungen haben Kirchenratspräsident Martin Stingelin und Kirchenrat Peter Brodbeck den Verfassungs-Entwurf den interessierten Teilnehmenden präsentiert, deren Fragen beantwortet und Rückmeldungen entgegengenommen. Revision Kirchenordnung und Finanzordnung Aufbauend auf der revidierten Kirchenverfassung – und damit mit deren Schicksal eng verknüpft – werden derzeit im Teilprojekt RECHT die Kirchenordnung und Finanzordnung neu konzipiert. Bei der Kirchenordnung geht es speziell um Ausführungen zu den in der Kirchenverfassung enthaltenen Bestimmungen bezüglich der Auftragserfüllung, also der Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat, sowie zu den organisatorischen Grundlegungen. Wegweisend dabei ist die Maxime: Soviel Freiheit für die Kirchgemeinden wie möglich, soviel Vorgaben für evangelisch-reformiertes Kirche-Sein wie nötig. Die Revision der Finanzordnung soll unter anderem insbesondere Antworten darauf geben, nach welchen Kriterien der Kantonsbeitrag inskünftig Verwendung finden bzw. den Kirchgemeinden zukommen soll und inwiefern die Regelungen für die Handhabung des Finanzausgleichs angepasst werden sollen. Beide Ordnungen sollen der Herbstsynode 2019 im Rahmen der zweiten Lesung der Totalrevision der Kirchenverfassung informationshalber vorliegen. Mitte Februar bis Mitte Mai 2020 sind die Vernehmlassungen zur Kirchenordnung und zur Finanzordnung geplant. Die Beratungen derselben sollen in der Herbstsynode 2020 (1. Lesung) sowie im Rahmen der konstituierenden Synode Anfang 2021 (2. Lesung) erfolgen. Nach Beschlussfassung durch die Synode können diese Rechtserlasse vorbehältlich einer Referendumsabstimmung mit der Kirchenverfassung koordiniert in Kraft gesetzt werden. Teilprojekt SUPPORT ist wieder Begleitgruppe Kirchen- und Gemeindeentwicklung Das Teilprojekt SUPPORT setzt seine Tätigkeit zur Unterstützung der Kirchgemeinden bei der Umsetzung der Handlungsempfehlungen der Visitation und ggf. im Zusammenhang mit weiteren Anliegen als Begleitgruppe der Stabsstelle Kirchen- und Gemeindeentwicklung fort. Zwei Handreichungen zu Handlungsempfehlungen der Visitation stehen kurz vor ihrer Fertigstellung: 1) «Die Kirchgemeinde sorgt für einen fairen Umgang mit Mitarbeitenden und Freiwilligen» 2) «Die Kirchgemeinde stärkt die Rolle der Synodalen» Die bereits erarbeiteten Grundlagendokumente, Handreichungen sowie KursUnterlagen können beim Projektbüro bestellt werden. Das Projektbüro Umsetzung Visitation bzw. die Stabsstelle Kirchen- und Gemeindeentwicklung steht gerne für Anliegen zur Verfügung und ist erreichbar unter roland.plattner@refbl.ch (061 926 81 70). Rund 70 Personen fanden den Weg nach Sissach, darunter auch eine Delegation der römisch-katholischen Schwesterkirche. Mit Interesse schauen wir den Vernehmlassungsantworten und Rückmeldungen entgegen. Im Anschluss daran folgt die Auswertung und Bewertung derselben, und es werden allfällige Anpassungen am Entwurf vorgenommen, bevor dieser durch den Kirchenrat zuhanden der Synode verabschiedet wird. Die Synode soll den Verfassungs-Entwurf in ihrer Sitzung vom 4./5. Juni in erster und in der Sitzung vom 20./21. November 2019 in zweiter Lesung beraten. Die für die Genehmigung der Kirchenverfassung zwingend erforderliche Abstimmung durch die stimmberechtigten Kirchenmitglieder ist auf den Blanko-Abstimmungstermin vom 17. Mai 2020 vorgesehen. Zu den Unterlagen: www.refbl.ch > Über uns > Visitation > Revision Gesetzessammlung Simultan zur Vernehmlassung zum Entwurf der Totalrevision der Kirchenverfassung ist eine zweite Vernehmlassung in der Verantwortung der Finanz- und Kirchendirektion und der Stiftung Kirchengut unterwegs. Darin geht es insbesondere um die Möglichkeit und Modalitäten der allfälligen Rückgabe einer überzähligen Kirche bzw. eines nicht mehr benötigten Pfarrhauses. Angesprochen sind insbesondere die Kirchenpflegen derjenigen Kirchgemeinden, denen die Stiftung Kirchengut Kirchen und Pfarrhäuser zur Verfügung stellt. Zu den Unterlagen: https://www.baselland.ch/themen/p/politische-rechte/vernehmlassungen/aktuellevernehmlassungen 

Kirchenbote Oktober 2018

 Zurück aus dem Mutterschaftsurlaub

Katja Maier Sozialdiakonin Frenkendorf Füllinsdorf

Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen, als am 13. April 2018 unsere Tochter zur Welt kam und mein Mutterschaftsurlaub begann. Statt irgendwelche mitternächtliche WhatsApp-Nachrichten von Jugendlichen zu beantworten, durfte ich nun in der Nacht für meine Tochter aufstehen. Ein grosser Unterschied zur Arbeit. Mit zwei, drei Sätzen per WhatsApp waren die Probleme der Jugendlichen meist gelöst oder so weit angegangen, dass man sie bei Tageslicht fertig lösen konnte. Die Probleme meiner Tochter jedoch mussten sofort gelöst werden. Und noch schlimmer, ich verstand sie zu Beginn einfach nicht und löste diverse mögliche Probleme, vom Wechseln trockener Windeln, übers Stillen eines satten Kindes oder vermeintlichem in den Schlaf singen, was die Partylaune jedoch nur noch mehr steigerte. Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team und verstehen uns immer besser. Nun ist mein Mutterschaftsurlaub schon vorbei und ich bin wieder zurück. Ich freue mich, dass ich mein Pensum als Sozialdiakonin in unserer Kirchgemeinde auf 40 Prozent reduzieren konnte, um weiterhin mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, somit aber auch genügend Zeit für meine Familie habe. Mit Lea Zobrist als Stellenpartnerin werden wir die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit in der Kirchgemeinde weiterführen und ich freue mich auf eine tolle Zusammenarbeit. 
KATJA MAIER Kirchgemeinde Frenkendorf - Füllinsdorf 

Refbl aktuell 2018-03

Kinder-Erlebnisland am Dorffest Lausen

Strahlende Gesichter im Kinder-Erlebnisland 

Es wurde geklettert, gemalt, gehüpft und gespielt, dass es nur so eine Freude war.
Hunderte Kinder konnten sich während des Lausener Dorffestes im Kinder-ErlebnisLand
so richtig austoben. Die Eltern warteten und plauderten währenddessen gemütlich bei
Kaffee und Kuchen im Zelt nebenan. Nicht selten stand ihr Sprössling plötzlich mit einem
bunt bemalten Gesicht vor ihnen, sodass sie ihn kaum wiedererkannten. Ermöglicht hat
das Spass- und Spielangebot auf dem Sportplatz hinter der Schule eine Zusammenarbeit
der Reformierten Kirchgemeinde und der Freien Missionsgemeinde (FMG) Lausen. Die
beiden Gemeinden kooperieren auch bei den jährlichen Spieltagen auf dem Schulgelände
miteinander, und konnten so bereits auf einige Erfahrung zurückgreifen. Knapp 80
HelferInnen aus den beiden Gemeinden bauten die verschiedenen Stationen wie
Hüpfburg, Kletterwand, Schminken und Geschichtenzelt auf und betreuten die Kinder bei
den Aktivitäten. Zahlreiche Personen spendeten zudem selbstgebackene Kuchen. Durch
das grosse freiwillige Engagement und die Unterstützung der Sponsoren konnte das
Kinder-Erlebnisland den Familien gratis zur Verfügung gestellt werden. Dazu brauchte es
auch die Zustimmung des DorffestOKs, wofür das Kernteam Sozialdiakon Marco
Schällmann, Mirjam Strübin und Rahel Plattner von der Kirchgemeinde, sowie Regula
Havener von der FMG, sehr dankbar waren. Viele lachende, fröhliche Kindergesichter
haben bestätigt: Ein wirklich gelungenes Angebot.
Am Sonntagmorgen feierten die beiden Gemeinden zusammen mit der Katholischen
Pfarrei einen ökumenischen Gottesdienst auf dem Schulhausplatz. Die „Stepping
Stompers“ umrahmten den festlichen Anlass schwungvoll mit Gospels und Spirituals, die
zum Mitklatschen einluden. Die Kollekte von knapp 1700 Franken geht an das Projekt
„Lausener Tafel Plus“, ebenfalls eine Kooperation der Reformierten Kirche und der FMG.
Das Projekt unterstützt hilfsbedürftige EinwohnerInnen, MigrantInnen und
SozialhilfebezügerInnen durch

Refbl-aktuell 2018-03

Neue sozialdiakonische Mitarbeiterinnen

Sonja Gassmann arbeitet seit August in der Reformierten Kirche Allschwil–Schönenbuch

Sie ist im Bereich der Kinder- und Familienarbeit tätig. Sonja Gassmann studierte Religionspädagogik und ist beruflich bislang immer in der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Religionspädagogik tätig gewesen. Dabei hat sie sowohl reformierte sowie katholische Kirche, den Kanton Zürich und den Kanton Aargau kennen gelernt. Sehr gern entwickelt sie neue Ideen im Team und ist mit grosser Freude dabei, diese umzusetzen. Am liebsten arbeitet sie mit Kindern und beschreibt dies wie folgt: „Kinder sind sehr offen und ehrlich, es macht Spass mit ihnen auf Augenhöhe zu sein, ihre Vorstellungen von Gott zu hören, mit ihnen zu theologisieren, Fragen aufzuwerfen und gemeinsam versuchen, Antworten zu finden – oder auch auszuhalten, dass es keine endgültigen oder richtigen und falschen Antworten gibt.“
Dies erlebt Sonja auch mit ihren zwei eigenen Kindern. Mit ihnen und ihrem Mann lebt sie in Rheinfelden. 

Tobias Schmitt  ist seit August in Binningen-Bottmingen tätig. 

Tobias ist seit August in Binningen-Bottmingen im Bereich der Kinder- und Familienarbeit tätig. Tobias Schmitt hat nach seiner kaufmännischen Ausbildung diesen Beruf bald verlassen und in vielen sozialen Institutionen gearbeitet. Kirchliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist ihm zudem durch jahrelange Freiwilligenarbeit bekannt.  

Tobias Schmitt möchte für Kinder und Jugendliche Ansprechperson in unterschiedlichen Lebenssituationen sein und sozialdiakonisches Handeln der Kirche erfahrbar werden lassen. 

Was gehört sonst noch zu Tobias? Er gibt Auskunft: „Ich bin musikalisch unterwegs und schreibe gern Songtexte. Wichtig sind mir meine Familie und Freunde als Ansprechpersonen. Einen besonderen Platz in meinem Herzen hat meine Verlobte.“ 

Wir wünschen Sonja und Tobias weiterhin ein gutes Ankommen an ihren neuen Wirkungsstätten. Auf Begegnungen und den Austausch im Diakoniekonvent freuen wir uns. 

Kirchenbote September 2018

 Freiwillig mitarbeiten? Ja, klar! 

«Ich habe mich freiwillig engagiert, weil Elara und Adrian auch dabei waren und weil ich Spass habe, mit Kindern etwas zu unternehmen.» (Julian, 15) 
 
Während der Waldtage haben sieben engagierte Jugendliche das Programm für die Kinder vorbereitet und durchgeführt und haben Erfahrungen gesammelt als Jungleiterinnen und Jungleiter. Ich habe sie anschliessend gefragt, was ihre Motivation war, in ihrer Freizeit als Freiwillige tätig zu sein. Ich stelle diese Frage bewusst, da ich selbst immer sehr viel mitnehmen konnte aus solchen Erfahrungen. Einerseits ist es das Abtauchen in einen Mikrokosmos, wo ich mich selbst in verschiedenen Rollen erlebe. Eine Erfahrung, die mich als Person stark geprägt hat. Andererseits sind es bereichernde Kontakte mit Menschen, was in einer stark digitalisierten Welt immer mehr Wert erhält. Der direkte Austausch mit Personen, welche ich sonst im Alltag vielleicht nicht kennen gelernt hätte. «Die letzten Waldtage sind mir so positiv in Erinnerung geblieben, dass ich es noch mal machen wollte.» (Elara, 15). Viele Menschen erinnern sich noch ganz genau an ihre erste Tätigkeit als Freiwillige. Sie beschreiben Düfte und konkrete Begegnungen mit anderen Menschen sowie das Wissen, etwas Gutes zu tun. Manchmal sind es aber auch schwierige Situationen und die Grenzerfahrungen, welche einen am meisten wachsen lassen. Wer sich freiwillig engagiert, lässt sich immer auch auf eine Herausforderung ein. Nach einem Freiwilligeneinsatz ist man oft als Person gestärkt und kann stolz darauf zurückblicken. Freundschaften entstehen und auch für die berufliche Zukunft erönet einem das freiwillige Engagement Türen. Ich bin überzeugt, dass die Motivation, sich zu engagieren, bei verschiedenen Generationen gar nicht so unterschiedlich aussieht. Zuletzt bringt Sara (14) den wohl wichtigsten Motivationsfaktor auf den Punkt: «Es hat einfach mega Spass gemacht!» 


Sonja Roth Jugendarbeiterin Kirchgemeinde Oberwil - Therwil - Ettingegn

Kirchenbote Juni 2018

Ein Hoch auf unsere Väter!

 
Im Rahmen unseres jährlichen Gemeindefestes feiern wir dieses Jahr bereits zum dritten Mal den Vätersonntag. Was für ein wichtiger Anlass!

Väter verdienen es, dass wir sie zumindest einmal im Jahr in den Mittelpunkt stellen. Sie machen in ihrem Alltag und in ihren Familien einen tollen und unersetzbaren Job! Väter üben tagtäglich den Spagat zwischen Beruf und Familie. Dies ist eine Herausforderung, für die es viel Weisheit und Kraft

braucht!

Als Leitgedanke dient uns dieses Jahr das Thema "Zirkus". Dieses bietet zum Alltag eines Vaters viele Parallelen: 

Habe ich die richtige Balance? 

Riskiere ich zu viel? Wo überfordere ich mich und muss zu meinen Grenzen stehen? 

Wo ist etwas in Schieflage und droht aus dem Gleichgewicht zu geraten?


Zu diesen und ähnlichen Fragen werden wir einige Väter zu Wort kommen lassen. Sie werden uns an ihren Freuden und Heraus-forderungen teilhaben lassen.


Wir freuen uns über alle Besucher und Besucherinnen, die am 10. Juni um 10.15 Uhr im reformierten Kirchgemeindehaus dabei sind uns mit uns einen bunten Sonntag voller Überraschungen und Inspiration geniessen!


Annina Liechty  Sozialdiakonin Kirchgemeinde Münchenstein

Muttertag 2018

Meine lieben Mamis vom "Offenen Treff"

Ich habe das Vorrecht mit vielen von euch schon einige Zeit unterwegs zu sein. Vielen Dank,

dass ihr mich ein Stück weit an eurem Alltag teilhaben lasst!

Da gibt es das Aufstehen in den unzählig durchwachten Nächte.

Da gibt es "das-am-Bett-Sitzen" bei der nicht enden wollenden Grippewelle.

Da gibt es die Fahrten nachts um 3 Uhr auf den Notfall.

Da gibt es die Beruhigungsversuche bei den Tobsuchtsanfälle auf dem Weg zum nächsten

Termin.

Da gibt es die vielen Stunden bei den Wäschebergen, die nicht abnehmen wollen.

Da gibt es die unzähligen Putzaktionen während einem Magen-Darm-Infekt.

Da gibt es die ermutigenden Worte, auch wenn man selber keine Kraft mehr hat.

Heute ist der Tag, an dem ich euch für all das einen grossen Blumenstrauss überreichen

möchte!

Ihr seid einfach grossartig und euer Handeln ist unbeschreiblich wertvoll!

Ihr seid wahre Heldinnen des Alltags!!


Annina Liechty (Sozialdiakonin) Kirchgemeinde Münchenstein

Kirchenbote Juni 2018

Studienurlaub Bibliodrama

  

Nun bin ich seit 10 Jahren als Sozialdiakon in der KG OTE (im Bereich Kinder- und Jugendarbeit) tätig und beziehe mein Studienurlaub. Ab dem 26. Mai werde ich mich für 6 Wochen dem Thema Bibliodrama widmen. Religionsunterricht werde ich weiterhin erteilen. 

Bibliodrama ist eine kreativ darstellende Zugangsweise zu den biblischen Texten und gleichzeitig zur eigenen Persönlichkeit. Die Mitspieler übernehmen Rollen und agieren diese in improvisierendem Spiel in der Gruppe.


Ich hatte schon bibliodramatische Erfahrungen am Kloster Wislikofen gesammelt. Als Grundlage diente die Textstelle aus der Apostelgeschichte 3, 1-11: Die Jünger Petrus und Johannes treten in die Fussstapfen Jesu  und heilen in seinem Namen. Ich übernahm die Rolle Jesu. Ich beobachte meine Jünger wie ein Vater, der seine Kinder zum 1. Mal alleine in den Kindergarten gehen lässt. Ein gewisser Stolz in sich tragend, aber auch ein wenig ängstlich. «Schaffen sie es? Bin ich nun nicht mehr nützlich?» Ich ging zu den Jüngern hin um in ihrer Nähe zu sein. «Du bist nicht anwesend, Jesus!», ruft der Spielleiter mir zu. Die Anregung scheucht mich erst an den Rand, danach gehe ich aber doch zurück und sage: «Doch, im Geiste bin ich anwesend!»


Was mir besonders an dieser Art gefällt, ist der Moralfreie Raum, wo alle Meinungen Platz finden. 

Ich freue mich in der Weiterbildung mehr aus der Bibel schöpfen zu können und meine Kenntnisse aus der Improvisation anzuwenden. Ich freue mich auf Begegnungen, Erlebnisse und neue Erkenntnisse welche ich auch in meine Arbeit einfliessen lassen kann.


Adrian Moor Sozialdiakon, Kirchgemeinde Oberwil Therwil Ettingen

Refbl-aktuell 2018-02

Neue sozialdiakonische Mitarbeiterinnen

Im letzten Diakoniekonvent konnten wir Lea Zobrist und Sonja Roth begrüssen. 

Sie sind neue Mitarbeiterinnen in Frenkendorf- Füllinsdorf sowie Oberwil-Therwil-Ettingen. 

Beide haben gemeinsam eine Ausbildung zur soziokulturellen Animatorin 

(Hochschule Luzern, Soziale Arbeit) absolviert und kennen sich daher. 

Lea Zobrist - Ref. Kirchgemeinde Frenkendorf-Füllinsdorf

Lea Zobrist arbeitet in der Kirchgemeinde Frenkendorf-Füllinsdorf als Jugendarbeiterin. 

Lea möchte für Kinder und Jugendliche einen Ort bieten, wo sie sich selber sein können, Beziehung erleben, Grenzen erfahren und eine Anlaufstelle für ihre Sorgen finden. Sie bringt Geduld und Einfühlungsvermögen mit und möchte damit spannende und tiefe Beziehungen aufbauen. Und vieles ist Lea noch wichtig: Das Weltgeschehen, Kreativität (Basteln, mit Ton arbeiten), Lesen, Wandern, Garten, Tiere und Natur. Und natürlich ihre Familie.


Über Lea sagt Sonja Roth: „Lea setzt sich für Menschen ein, engagiert sich für wirkungsvolle Projekte mit grosser Perspektive. Sie schafft nachhaltig.“

Sonja Roth - Ref. Kirchgemeinde Oberwil Therwil Ettingen

Sonja Roth arbeitet in Oberwil-Therwil-Ettingen als Jugendarbeiterin. 

Sonja ist eine Frau für Projekte, die sich ganz an aktuellen Bedürfnissen der Jugendlichen orientieren sollen. Sonja versteht sich in Freizeit und Beruf auch als Musikerin, ganz speziell als Klangkünstlerin. Die Klänge unter anderem von Gitarre und Klarinette gehören zu Sonja und werden ihre Arbeit begleiten. Mit ihrer Arbeit möchte Sonja zu einer Gesellschaft beitragen, in der das Zuhören & soziale Handeln gelebt wird. 


Über Sonja sagt Lea Zobrist: „Sonja ist für mich ein sehr positiver Mensch, immer voller Ideen, quirlig und spontan.“

2018-04 Kirchenbote

 Interview Lukas Michel und Raphael Bachmann 

Kirchgemeinde Arisdorf Giebenach Hersberg

Lukas Michel (rechts auf dem Bild) und Raphael Bachmann gestalten den Konfirmandenunterricht gemeinsam. 

Lukas Michel und Raphael Bachmann, wie erlebt ihr die Zusammenarbeit in der Kirchgemeinde Arisdorf-Giebenach - Hersberg? 

Lukas Michel: Die Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitern erlebe ich als sehr konstruktiv und gewinnbringend. Insbesondere zwischen Sonja Wieland, Raphael Bachmann und mir besteht eine sehr enge und positive Kooperation. Ich weiss aus meiner bisherigen Erfahrung von verschiedenen Kirchgemeinden her, dass das nicht selbstverständlich ist und auch ganz anders aussehen kann. 

Raphael Bachmann: Durch das grosse Vertrauen der Kirchenpflege zu uns als Mitarbeitende erlebe ich ein sich öžnendes Feld, in dem wir uns als Mitarbeiter mit unseren Gaben entfalten können. Ich erlebe ein gemeinsames Anliegen von allen Mitarbeitern, den Glauben an Gott und das Leben in der Kirche in vielseitiger Weise einzubringen und auszudrücken. 

Wie siehst du die anderen Positionen wie Pfarrer, Sozialdiakon, Sigrist, Kirchenpflege, Katechetin etc.? 

Lukas Michel: Gott hat unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeitsprofilen nebeneinander eingesetzt, damit sie sich untereinander ergänzen und gegenseitig bereichern, so wie das spannende Bild in 1. Korinther 12 von der Gemeinde als Körper mit verschiedenen Teilen: «Denn wie der Leib einer ist und hat doch viele Glieder, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. (...) Wenn nun der Fuss spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört er deshalb etwa nicht zum Leib?» Wenn alle das tun, was sie am besten können, stärken sie so das Ganze. Ich wäre zum Beispiel ein ganz furchtbarer Organist. Das macht aber nichts. Wenn ich mit unseren tollen Organisten zusammenarbeite, entsteht etwas Gutes. 

Raphael Bachmann: Martin Stingelin, der Kirchenratspräsident, sagte mir in einem persönlichen Gespräch, dass wir Mitarbeiter der Kirche unterschiedliche Funktionen haben, aber eine gleichwertige Gewichtung leben sollen. Ich bin sehr dankbar und staune, dass ich zurzeit in Arisdorf-GiebenachHersberg genau diese Aussage erleben darf. Durch den persönlichen Kontakt untereinander, den ich freundschaftlich und wohlwollend erlebe, entsteht auch eine gute Übereinkunft, wer mit welchen Stärken und Schwächen sich einbringt und auch getragen werden kann. So sollen die Positionen und Funktionen einander ergänzen. 

Wo siehst du Klärungsmöglichkeiten, welche im Prozess vom nächsten Jahr in der Zusammenarbeit entstehen können? 

Lukas Michel: Eine Kirchgemeinde braucht Kontinuität und Verlässlichkeit. Unsere Kirchgemeinde muss herausfinden, in welcher Konstellation sie ihre Mitarbeiter aufstellen will und diese dann für eine längere Perspektive in dieser Form beauftragen. Wenn über Jahre hinweg zuverlässig immer wieder dieselben Leute die Gottesdienste gestalten, bin ich auch überzeugt, dass es uns gelingt, in unseren Gottesdiensten wieder mehr Teilnehmer anzuziehen. 

Raphael Bachmann: Sobald die Dörfer die Kirche wieder besser kennen und spüren, dass die Kirche für die Menschen ist, wächst das Vertrauen. Ich bin guter Hožnung, dass wir gemeinsam mit den politischen Gemeinden und den Vereinen gute Impulse für das Miteinander in den Dorfgemeinschaften einbringen können. Wir wollen, dass der Teamgedanke in einem Jahr nicht nur bei uns in der Kirchenlandschaft stärker wird, sondern auch bewusster in den Dorfgemeinschaften wahrgenommen wird. 

 

 Refbl-aktuell  2017-04

Beauftragungsgottesdienst für Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone

 

«Sich an Gott zu freuen, ist wie eine Impfung gegen Frust»

Am Sonntag, 24. September 2017, wurden Raphael Bachmann, Regula Kestner, Ma-

nuela Schällmann und Marco Schällmann als Sozialdiakonin, resp. Sozialdiakon be-

auftragt. Der öffentliche Beauftragungsgottesdienst fand in der Stadtkirche Liestal statt

und drehte sich rund um das Thema Freude: Vorfreude, Freude über die kleinen Dinge

des Lebens, Freude am Dienst für die Mitmenschen, aber vor allem auch Freude an

Gott.

 

Die neuen Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone, umrahmt von Mitwirkenden am Beauftragungsgottesdienst 

(vlnr): Burkhard Wittig, Vorstand Baselbieter Diakoniekonvent; Cornelia Hof, Vizepräsidentin des Kirchenrats; die neuen Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone Regula Kestner, Manuela und Marco Schällmann sowie Raphael Bachmann; Kirchenratspräsident Pfarrer Martin Stingelin; Juliana Dietze, ehemalige Präsidentin Baselbieter Diakoniekonvent.

 

 Refbl-aktuell  2017-03

 Fachstelle Jugendarbeit - FaJu 

 

Spirituelle Erlebnisse im Lager Wird im FaJu-Lager gebetet? Müssen wir eine Bibel mitnehmen? Diese Anfragen (manchmal auch skeptisch oder vorwurfsvoll geäussert) von Eltern, die ihre Kinder in ein von der Kirche getragenes Lager schicken möchten, hören wir oft - und ebenso oft kommt die Frage nach der «Dosis der Christlichkeit» in unseren Lagern bei internen Diskussionen auf. Sind wir nicht schon aufgrund der Tatsache, dass wir als kirchlicher Träger Kinder- und Jugendlager anbieten, dazu verpflichtet, den Glauben zu thematisieren und wenn möglich auch zu vermitteln? Oder verbietet uns die Tatsache, dass wir als Fachstelle für Jugendarbeit diese Lager überwiegend mit Geldern vom Kanton finanzieren und diese bewusst für alle offen ausschreiben im Gegenteil, uns explizit mit dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen? Diesem Themenkreis haben sich Amtspflege und Team der FaJu in einer Retraite gewidmet. Dabei war nicht nur die Frage nach dem Was und Wieviel, sondern auch die Frage, welche persönlichen Zugänge zum Glauben unterschiedliche Leitungspersonen haben und finden, von Bedeutung. Die Leitungsteams von FaJu-Lagern bestehen überwiegend aus Freiwilligen. Aus den Ergebnissen der Retraite ist nun eine Sammlung spiritueller Impulse entstanden, die verschiedene Zugänge mit unterschiedlich hoher «Eintrittsschwelle» anbietet: Von einfachen Tischritualen bis zur Taizé-Andacht, von Gebeten und christlichen Liedern bis zu Spielen zu Themen wie Achtsamkeit oder Gemeinschaftssinn. Der Leitfaden bietet einen Fundus, der neugierig machen und zum Ausprobieren und Weiterführen anregen soll. Die FaJu wird die spirituellen Impulse in ihren «Leitfaden fürs Lagerleiten» aufnehmen und auch ihre Leitenden entsprechend einführen. Die «Spirituellen Impulse für (FaJu)-Lager» sollen aber auch allen Kirchgemeinden und sonstigen Interessierten für ihre Lagerarbeit zur Verfügung stehen. Ab sofort steht der Leitfaden auf der Website der FaJu zum Download bereit. Am selben Ort befindet sich die Bestellliste  für Material, das allen Kirchgemeinden kostenlos zur Verfügung steht. Darin sind allenfalls benötigte Materialien oder Liederbücher zu finden. 

Alles zu finden unter: www.faju.ch > Downloads 

 Refbl-aktuell  2017-02

  Stabübergabe im Präsidium 

 

Juliana Dietze

Persönlich 

Juliana Dietze (42), ledig, 2 Kinder (alleinerziehend), Sozialdiakonin in der Kirchgemeinde Binningen-Bottmingen (70 %) 

Das ist mir wichtig… den Willen, das Warum des Anderen erkennen 

Liebste Bibelstelle… der Moment, wo Zachäus entscheidet, vom Baum zu klettern 

Das mag ich gar nicht… meine Ungeduld 

Ich bewundere… Mut, Klarheit, Sensibilität, Humor 

Das macht mich glücklich… Menschen wahrhaftig bzw. authentisch begegnen, Menschen gross denken, befähigen und ihnen alles zutrauen 

Ausbildung und beruflicher Werdegang 

Juliana Dietze studierte nach dem Abitur Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Leipzig. Danach absolvierte sie ein Studium der Gemeindediakonie und Religionspädagogik und einen Aufbaustudiengang zur Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Von 2005 bis 2015 war sie Sozialdiakonin in der Kirchgemeinde Münchenstein. Seit 2015 ist sie als Sozialdiakonin mit dem Schwerpunkt Jugendseelsorge in der Kirchgemeinde Binningen-Bottmingen angestellt.

Marco Schällmann

Persönlich 

Marco Schällmann (26), verheiratet, Sozialdiakon in der Kirchgemeinde Lausen (70%)

Liebste Bibelstelle… Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein. 1 Mose 12,2 

Auf meinem Nachttisch liegt… Der guet Bricht uf Baselbieterdütsch 

Da kann ich richtig abschalten… Motorrad-Tour 

Das ärgert mich… Unehrlichkeit 

Ich bewundere… Menschen, die nicht aufgeben 

Das ist mir wichtig… Nachhaltigkeit 

Ausbildung und beruflicher Werdegang 

Marco Schällmann absolvierte die FMS mit Fachmatur Soziales und schloss spä- ter das TDS in Aarau ab. Erste Berufserfahrungen sammelte er beim Jugendsozialwerk und bei den Robi-Spiel-Aktionen in Basel. Er ist seit 2013 als Sozialdiakon bei der Kirchgemeinde Lausen angestellt mit Schwerpunkt Kinder/Jugend/Familie/Migration. 2016 machte er eine Weiterbildung zum Fachoffizier des Psychologisch-pädagogischen Dienstes der Armee.  


 

nachgefragt... 

Juliana, du hattest während sieben Jahren das Präsidium des Diakoniekonvents inne. Was hat dich motiviert? 

Juliana Dietze (JD): Ich sah mich sehr gut platziert in der ERK BL und hatte Freiraum, Neues anzustossen. Man wird ernst genommen und gehört. Beispielsweise beim Thema Stellung der kirchlichen Mitarbeitenden vor einigen Jahren. Es interessiert, was die einzelnen Berufsgruppen zu sagen haben. Ich habe ja in der Badischen Kirche meine Ausbildung gemacht. Da herrscht ein ganz anderes hierarchisches Gefüge. Hier sind wir basisorientiert, man lebt vom Prinzip der Gemeinschaft. Wir lauschen, dienen, handeln: Das ist sehr diakonisch. Das gilt auf allen Ebenen – national, kantonal und lokal. 

Warum gibst Du jetzt Dein Amt ab? 

JD: Ich habe das Gefühl, Personen prägen Landschaften. Das kann gut sein, aber es schadet auch nicht, wenn es Veränderungen gibt. Und mit dem Ende der Amtsperiode des Kirchenrats ist für mich ein guter Zeitpunkt gekommen, den Stab weiterzugeben. 

Marco, was hat dich dazu bewogen, den Stab zu übernehmen?

Marco Schällmann (MSch): Ich fühle mich sehr wohl und daheim in der Reformierten Kirche. Nach dem Abschluss der Ausbildung habe ich mich bald auch kantonal im Vorstand des Konvents engagiert. Kirche ist für mich eine zukunftsträchtige Institution, in die ich mich investieren möchte. Und Diakonie ist mir ein zentrales Anliegen. 

Es gibt ja nicht nur den Diakoniekonvent. Ihr arbeitet beide als Sozialdiakonin, bzw. Sozialdiakon in einer Kirchgemeinde. Was begeistert euch an eurer Arbeit? 

MSch: Gemeinsam mit Menschen einen Weg gehen. Als Kirche dürfen wir Menschen von Anfang bis Ende begleiten. Von der Taufe bis zum Tod, im Kindesalter, als junge Erwachsene, als Familie oder als Senioren. Ich kann Stütze sein, aber wir können auch voneinander lernen. 

JD: Es ist zum Teil so, wie wenn ein Samen im Boden aufgeht. Es braucht Zeit, bis etwas greift. Man darf mitwachsen. Ich sehe mich aber nicht als Gärtnerin, ich bin ja nicht die Machende. Gott ist am Werk. Ich muss nicht alles alleine machen. Ich fühle mich gesegnet und das ist für mich auch ein wesentlicher Unterschied zur Sozialarbeit. Ich kann abgeben und Kraft ziehen. 

 « Die Arbeit wird immer mehr interreligiös.»

Was sind die Hauptschwerpunkte eurer Arbeit? 

MSch: Meine Hauptschwerpunkte liegen bei der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit sowie beim Thema Migration. Wir haben einen Jugend- und einen TeenagerTreff und organisieren Jugendgottesdienste. Ich gebe Reliunterricht und begleite den Konfunterricht. Die Migrationsarbeit befindet sich noch im Aufbau. Zudem kümmere ich mich um die Anlässe für angestellte und ehrenamtliche Mitarbeitende der Kirchgemeinde Lausen. 

JD: Ich bin zu 70 Prozent in der Jugendseelsorge in der Kirchgemeinde BinningenBottmingen angestellt. Jugendgottesdienste und Konf-Begleitung gehören genauso dazu wie Schulseelsorge, Elternbegleitung, Ausbildungsbegleitung, Coaching und Freiwilligen-Schulung. Die Begleitun heute mit Jugendlichen findet auf allen Kanä- len statt, also nicht nur von Angesicht zu Angesicht sondern auch über WhatsApp, Snapchat etc. Aber immer persönlich. Ich begleite, bestärke, schiebe, traue zu und ermutige. 

Arbeitet ihr ökumenisch? 

JD: Ausser im Konfunterricht machen wir in Bi-Bo fast alles ökumenisch, wenn nicht sogar interkonfessionell. Das ist auch für die Dorfgemeinschaft gut. Ich denke, für die Kirche der Zukunft ist die Konfession nicht so wichtig und gegenständlich. Es geht um das eingebettet und beheimatet Sein in eine (christliche) Gemeinschaft. Ich habe eine tolle katholische Kollegin, da funktioniert die Zusammenarbeit sehr gut. In den gemeinsamen Jugendgottesdiensten lassen wir die Jugendlichen ihre Rituale selbst gestalten und die Symbolik nutzen, die ihnen zusagt. 

MSch: In Jesus Christus sind wir alle eins. In Lausen arbeiten wir mehr mit der Freien Missionsgemeinde zusammen und machen mit in der Jugendallianz. Mit der römisch-katholischen Kirche haben wir weniger Berührungspunkte, da es keine katholische Ortsgemeinde gibt in Lausen. Auch der Reliunterricht findet konfessionell statt, wir sind aber immer im Austausch.  

So haben wir beispielsweise 50 Prozent Muslime und Aleviten in unserem Teenagertreff. Und ich begegne auch mal der Aussage «Ich bin Alevit und reformiert». 

JD: Wir haben auch Aleviten bei uns im Konfunterricht. Da geht es um Gemeinschaft. Aber das braucht eine gute Elternbegleitung. Wir müssen Vertrauen aufbauen, damit dies überhaupt möglich ist. Meine katholische Kollegin gibt ihre Stelle auf und in der Übergangsphase stehe ich auch den Ministranten und Firmlingen als Ansprechperson zur Verfügung. 

Nun zurück zum Diakoniekonvent: Marco, wie bist du in dein neues Amt gestartet? 

MSch: Gut. Ich geniesse die Vernetzung und den Austausch. Ich war am Präsidientreffen, an der Fachstellentagung und an der Synode und komme langsam in die Arbeit rein. 

Was sind Aufgaben des Diakoniekonvents? 

JD: Der Vorstand trägt vieles gemeinsam. Wir setzen uns mit der Diakoniewissenschaft auseinander, vernetzen uns auf nationaler Ebene, bieten aber auch Mentoring und kollegiale Beratung an. Vieles ist bei den Sozialdiakoninnen und Sozialdiakonen noch nicht so standardisiert wie bei den Pfarrpersonen. Das neue Berufsbild gibt es beispielsweise erst seit 2009 schweizweit. Da müssen wir auch Klärung schaffen und unsere Perspektive reinbringen. 

MSch: Wichtig ist sicher auch die berufspolitische Arbeit. Wir bringen die Interessen des Berufsverbands 

ein. 

Wie profitieren die Kirchgemeinden von der Arbeit des Diakoniekonvents? 

JD: Wir beraten beispielsweise vor Anstellungen, geben Auskunft bei Anfragen zu Aus- und Weiterbildung oder den nötigen Zusatzqualifikationen. Wir überprüfen das Zulassungsverfahren zum Sozialdiakon, zur Sozialdiakonin (Ausbildungs- überprüfung). Man kann sich wirklich ungeniert bei uns melden. 

MSch: Der Diakoniekonvent ist ja ein Ort der Vernetzung. Davon profitieren auch die Kirchgemeinden. Es herrscht ein kollegiales Miteinander. Wir tauschen Ideen aus, können Synergien schaffen und Ressourcen sparen. Es gibt Kolleginnen und Kollegen, die stark sind in der Theaterpädagogik, andere bei Kleinkinderthemen, und wieder andere bei der Jugendseelsorge. Man kann Infos einholen oder Ideen übernehmen. Wir müssen ja nicht alle alles neu erfinden. 

Welche Themen werden den Bereich Diakonie demnächst beschäftigen? 

MSch: Die Themen Migration und Flüchtlinge bleiben wichtige diakonische Aufgaben. Wo sieht sich die Kirche dabei? Übernimmt sie die Anwaltschaft für diese Themen? 

JD: Es gibt eine klaffende Schere zwischen Arm und Reich. Wir müssen bei den Menschen sein. Zum Beispiel bei den Familien, die keinen Wohnraum finden. 

Wie können wir als Kirche helfen, ohne dabei übergriffig oder bevormundend zu sein? 

MSch: Wir können abfedern und eine Hilfe auf Augenhöhe anbieten. Das ist unsere Aufgabe, auch im Unterschied zu den staatlichen Ämtern. Ich denke, die Kirche muss wieder vermehrt zu einer Kirche von unten werden. Aktuell ist sie eher eine Kirche des Mittelstands. 

 «Ich begleite, bestärke, schiebe, traue zu und ermutige»  

JD: Ein ganz anderes Thema, das mich beschäftigt, ist der Mangel an qualifizierten Sozialdiakoninnen und Sozialdiakonen. Vom Pfarrmangel sprechen wir ja schon eine Weile, aber dass es dies auch auf der SD-Seite gibt, ist nicht bekannt. Nur etwa knapp 20 Personen schliessen pro Jahr eine sozialdiakonische Ausbildung ab. Das ist für die Deutschschweiz zu wenig. Und das spüren wir bei den Einstellungen. Da werden dann ganz andere Berufsgruppen eingestellt ohne theologische Ausbildung. Eine Nach-qualifizierung ist zum Teil fast unmöglich. Da werden wir doch als Berufsgruppe nicht mehr ernst genommen. Das müssen wir im Auge behalten, die Ausbildung noch mehr unterstützen. Und ich wünsche mir auch, dass es, wie bei den Pfarrpersonen auch, eine kantonale Stellvertretungsliste gäbe. 

Auf welche künftigen Herausforderungen freust du dich nun, Juliana? 

JD: Ich werde auch weiterhin auf nationaler Ebene tätig sein und mich bei der Kommission Aus- und Weiterbildung engagieren. Fast 60 Prozent der im Kanton Angestellten benötigen eine Nachqualifizierung. Das braucht Begleitung. 

Und du, Marco? 

MSch: Aufs Loslegen. Ich freue mich darauf, neue Projekte anzustossen, was auch immer das denn sein mag. 

Juliana, was möchtest du Marco auf den Weg mitgeben 

JD: Lausche auf den Zeitgeist. Wir müssen den Glauben nicht machen. Gott trägt uns. Dazu passt der diakonische Segen: Du bist nie allein. 

 

 Refbl-aktuell  2017 - 01

 Medienkompetenz und Neubesetzung des Vorstandes

Gemeinsam mit Pfarrpersonen hat sich der Diakoniekonvent Baselland am 16. Februar zum Thema Medienkompetenz weitergebildet. Geleitet wurde der Workshop von Pascal Steck. Der zweistündige Kurs griff Themen rund um die sozialen Medien auf. Er zeigte unter anderem einen Überblick über diverse Plattformen (z.B. WhatsApp, Facebook, SnapChat, Instagram etc.), Trends und rechtliche Grundlagen. 
Im anschliessenden geschäftlichen Teil des Konvents wurde Marco Schällmann zum neunen Präsidenten gewählt. Er tritt die Nachfolge von Juliana Dietze an, die gemeinsam mit Barbara Strassmann aus dem Vorstand verabschiedet wurde. Weiterhin im Vorstand vertreten bleiben Burkhard Wittig und Adrian Moor.