Presseberichte 

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Kirchenbote Oktober 2019

Ein unbezahlbarer Schatz 

FREIWILLIGENARBEIT

Knapp Š 300 freiwillig Mitarbeitende engagieren sich in unserer Kirchgemeinde. Dabei leisten sie einen vielfältigen Beitrag: Sie übernehmen Aufgaben in der Kinder- und Jugendarbeit und im Familien- und Seniorenbereich, sie arbeiten in der Ökumene, engagieren sich in Kirchenbehörden, gestalten Gottesdienste mit und sind in vielen Gruppen aktiv. Anerkennung und Würdigung ihrer geleisteten Arbeit erfahren die Freiwilligen durch Weiterbildung, Versicherung und Spesenregelung. Ebenso ist es möglich, sich die Freiwilligenarbeit offiziell anerkennen zu lassen: Im «Dossier frei-willig engagiert» wird auf Wunsch die geleistete Arbeit bestätigt (www.dossier-freiwillig-enga-giert.ch). Ausgewiesen wird der Einsatz mit Auskunft über Art, Zeitumfang und Dauer der Tätigkeit. Beim Einstieg oder Wiedereinstieg ins Berufsleben kann dies hilfreich sein, ähnlich wie beim früheren Sozialzeitausweis, welcher vor einigen Jahren vom Dossier abgelöst wurde. 

Würdigung erfahren Freiwillige auch von den Menschen, denen die Freiwilligenarbeit zugutekommt: positive Rückmeldungen nach einem gelungenen gekochten Mittagessen von den Gästen, Freude über einen Geburtstagsbesuch bei Seniorinnen und Senioren, das Lächeln von Kindern, Dankbarkeit von Jugendlichen für ein wertschätzendes Gegenüber, Zufriedenheit und «Beseeltsein» von Gottesdienstbesucherinnen und-besuchern. Koordiniert werden die Gruppen von der Arbeitsgruppe Freiwilligenarbeit (AGFA). Sie unterstützt die Gruppenverantwortlichen, organisiert den Weihnachtsgruss und den jährlich stattfindenden Dankesanlass, sie organisiert Weiterbildungen und führt die Chronik der Freiwilligenarbeit. Sie ist in Zusammenarbeit mit dem Sekretariat auch zuständig für das Dossier «Freiwillig engagiert». Unsere Kirchenpflegerin Erika Glur hat die Leitung der AGFA inne, welche sich aus drei Freiwilligen aus jedem Dorf und der Sozialdiakonin Denise Fankhauser und dem Sozialdiakon Michael Hofmann zusammensetzt.

Freiwilligenarbeit ist ein unbezahlbarer Schatz an sichtbaren und unsichtbaren Tätigkeiten für die Kirchgemeinde und die Gesellschaft. Auf diesem Weg allen Freiwilligen ein herzliches Vergelt‘s Gott für das tatkräftige, einfühlsame, motivierte und kontinuierliche Engagement. Danke, dass Sie als Freiwillige Ihre Zeit schenken! Wer sich mit seiner Zeit und seinen Gaben einbringen möchte, melde sich bei einer der Pfarrpersonen, den Sozialdiakonen/Sozialdia-koninnen oder einfach auf dem Sekretariat. Wir freuen uns, weiterhin altbekannte und auch neue Gesichter in der Freiwilligenarbeit OTE begrüssen und begleiten zu dürfen.

FÜR DIE ARBEITSGRUPPE FREIWILLIGENARBEIT (AGFA): MICHAEL HOFMANN, SOZIALDIAKON
Ref. Kirchgemeinde Oberwil - Therwil - Ettingen (OTE)

Kirchenbote Oktober 2019

Rückblick Fest Kirchhof

Bunte Fähnchen schmücken den Hof rund um die ref. Kirche. Die Sonne brennt auf Zelte und Sonnenschirme. Kinderstimmen schallen in den alten Mauern. “‡ Freiwillige lösen sich an den verschiedenen Posten ab und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. 

So geschehen am „3. KirchhoŸest am 31„. August. Es duftet nach Crêpe, Popcorn und frischem KaŸee. Die Slackline wackelt bedrohlich, das Gumpischloss erzittert, die Enten im Teich flüchten vor den Angelhaken und rund um die Kirche werden Posten der Schnitzeljagd gesucht. Vor dem Büchsenschiessen bildet sich eine Warteschlange, beim Schminken halten schon die Kleinsten geduldig still und beim Mohrenkopfschiessen fliegen einem die vor Wärme fast flüssigen Mohrenköpfe um die Ohren. In der Rägebogefiir verwandeln sich die Kinder in Schafe und dürfen erleben, wie der gute Hirte sein verlorenes Schaf nach langer Suche findet und glücklich zur Herde zurückträgt. Beim Kreistanz wird fleissig gehüpft und geklatscht, während beim Familiensingen viele Stimmen die Kirche zum Klingen bringen. 

So geht nach vier Stunden ein rundum gelungener Nachmittag zu Ende. Manches verzierte Gutzi kommt nur angeknabbert nach Hause, während die talentierten Siegerinnen des Wimpelwettbewerbs stolz ihre Pokale heimtragen. Dank vieler helfender Hände erinnern bald nur noch Fotos und strahlende Gesichter an das diesjährige KirchhoŸffest. 

ROSWITHA HOLLER-SEEBASS, SOZIALDIAKONIN Ref. Kirchgemeinde Pratteln - Augst

Kirchenbote Oktober 2019

Nachhaltigskeitsmarkt

50 kg Lebensmittel gerettet 175 Bäume gestiftet

Ein neuer Markt in Birsfelden will auf Nachhaltigkeit und lokale Produkte aufmerksam machen. Da ist unsere Kirchgemeinde mit ihrem Projekt «nachhaltige Ernährung» in guter Gesellschaft und richtete am ersten Nachhaltigkeitsmarkt im September ein Gemeindeessen aus. Das Entscheidende war die Zubereitung aus geretteten Lebensmitteln, welche bei einem Grossverteiler aussortiert waren und von BackwarenOutlet in Ba-sel geliefert wurden. Was da war, wurde verarbeitet. Es ist gelun-gen, aus Lebensmitteln, die zur Vernichtung bestimmt waren, drei verschiedene Suppen für eine sättigende Mahlzeit von über 100 Personen zu kochen. Was nicht verbraucht wurde, ist am Abend an Bedürftige verschenkt worden. Es gehört zum Konzept des Gemeindeessens, dass die Kirch-gemeinde die Lebensmittel finanziert, Freiwillige das Essen be-reiten und Spenden für soziale Projekte gesammelt werden. De-sert Tree, ein Basler Verein erhielt den Erlös in Höhe von  Fran-ken. Das Hauptanliegen des Ver-eins sind der Erhalt bzw. die Auf-forstung von Wäldern in Gegenden, die von Bodenerosion und Desertifikation betroffen sind. Konkret werden in Algerien Bäume gepfl anzt, um der stetigen Ausbreitung der Wüste entgegen-zuwirken. Desert Tree rechnet mit einem Aufwand š5 Fr. je Baum in Algerien. Mit 165š Bäumen wirkt das Gemeindeessen noch lange nach, sogar global und als Zeichen gegen die Bedrohung von Wäldern. Es war ein Kraftakt, das Gemeindeessen ausserhalb des Kirchgemeindehauses durchzuführen. Gemeinschaft ist ein Kraftwerk – dieses Motto haben die Helfenden gelebt. Vielen Dank an alle, die zum Gelingen beigetra-gen haben und mit ihrer Spende geholfen haben. 
BURKHARD WITTIG, SOZIALDIAKON Ref. Kirchgemeinde Birsfelden

Kirchenbote Oktober 2019

Freiwilligenarbeit vorgestellt

Interview mit Hans-Peter Moser

In der letzten Ausgabe des Kirchenboten haben wir begonnen, Freiwillige und da-mit Arbeitsfelder für freiwilliges Engagement vorzustellen. Hans-Peter Moser, welcher zuletzt beim Nachhaltigkeits-markt (siehe auch Artikel dazu) mitwirkte, ist an vielen Stellen in unserer Kirchgemeinde aktiv:


Hans-Peter, in welchen Bereichen engagierst Du Dich in unserer Kirchgemeinde?

Hans-Peter Moser: Kollektenkassier und Mitglied der Vergabekommission sind meine regelmässigen Tätigkeiten für die Kirchgemeinde. Die Mithilfe bei Gemeindeessen und bei Gemeindesonntagen ist eher spontan. Die Freude am Kochen oder die Themenbearbeitung ist der Ansporn. 


Das sind teilweise Bereiche, die in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden. Was macht man als Kollektenkassier? Was ist eine Vergabekommission?

Als Kollektenkassier bin ich verantwortlich für die Weiterleitung der Spenden von Gottesdiensten an die zu berücksichtigenden Institutionen. Ich führe Buch über diese Zahlungen zuhanden der Hauptrechnung. Die Vergabekommission, bestehend aus drei Mitgliedern, stellt den Jahreskollektenplan nach Ge-suchen sozialer Institutionen (z.B. Heks, «Brot für alle») und den Vorgaben der Kantonalkirche zusammen. Zudem werden von der Kommission aus dem ordentlichen Budget aufgrund von Gesuchen oder erkannten Bedürfnissen Vergabungen vorgeschlagen. Vergabungen und Kollektenplan werden durch die Kirchenpflege genehmigt. 


Du hast ein grosses Postfach im Sekretariat, welches manchmal fast überquillt. Welche Post an die Kirchgemeinde wird von Dir bearbeitet?

Die Kirchgemeinde ist eine begehrte Adresse für Bitten um Unterstützung aller Art. Diese Post wird von mir einer Vorsondierung unterzogen und je nach Bedürfnis, Inhalt oder Not in der Vergabekommission besprochen. 


Zuletzt warst Du beim Gemeindeessen am Nachhaltigkeitsmarkt beteiligt. Was ist Dir an dieser Arbeit wichtig gewesen? 

Das Thema dieses Marktes wird immer aktueller. Ernährung, Klima, Wirtschaft und Gesellschaft sind auch für mich wichtige Arbeitsfelder, wo ich gerne einen kleinen Beitrag leisten will. Nicht nur in unserer Kirchgemeinde, sondern auch in der politischen Gemeinde bist Du sehr engagiert. Was ist Deine Motivation? Auch in der pol